Moderna hebt Umsatzprognose nach starkem Quartal an

· VinciFi Redaktion

Moderna hebt Umsatzprognose nach starkem Quartal an

Moderna erzielte im dritten Quartal 1,31 Milliarden US-Dollar Umsatz, 29 Prozent mehr als vor einem Jahr. Für 2026 erwartet der Konzern nun 15 bis 25 Prozent Umsatzwachstum statt zuvor höchstens 10 Prozent.**

In den USA erzielte Moderna 780 Millionen US-Dollar, auf internationalen Märkten 533 Millionen US-Dollar. Der Umsatzanstieg wurde durch höhere Verkäufe des Covid-Impfstoffs auf internationalen Märkten und Lieferungen im Rahmen längerfristiger staatlicher Partnerschaften begünstigt.

Auch bei den Kosten setzt Moderna den Rotstift an. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben beliefen sich im Quartal auf 583 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit rund 2,7 Milliarden US-Dollar, nach zuvor rund 2,9 Milliarden. Die Investitionen sollen 2026 etwa 200 Millionen US-Dollar betragen; zuvor hatte Moderna eine Spanne von 200 bis 300 Millionen US-Dollar erwartet.

Die neue Umsatzprognose von 15 bis 25 Prozent Wachstum ersetzt die bisherige Erwartung von höchstens 10 Prozent. Für den Jahresabschluss peilt Moderna einen Kassenbestand von 8,1 bis 8,3 Milliarden US-Dollar an, gegenüber einer früheren Prognose von 4,7 bis 5,2 Milliarden. Dazu sollen auch Wandelanleihen mit einem Nennwert von rund 3 Milliarden US-Dollar beitragen. Der Nettoerlös daraus beträgt laut den Unternehmensangaben rund 2,6 Milliarden US-Dollar.

Neue Produkte erweitern Modernas Angebot

Moderna baut sein Geschäft über Covid-Impfstoffe hinaus aus. Die US-Arzneimittelbehörde FDA ließ mFLUSIVA, Modernas Grippeimpfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren, im August zu. Das Unternehmen bezeichnete ihn als sein fünftes weltweit zugelassenes Produkt.

Im Quartalsupdate verwies Moderna zudem auf Ergebnisse zu Intismeran, einem Krebsmedikament in der Entwicklung. Das Unternehmen bezifferte die Verringerung des Risikos für ein Wiederauftreten der Erkrankung oder Tod auf 42 Prozent. Für Fernmetastasen oder Tod nannte es eine Verringerung um 38 Prozent. Für sechs Monate nannte das Unternehmen eine Verringerung um 58 Prozent. Solche Studiendaten können die Einschätzung der Entwicklungspipeline beeinflussen, ersetzen aber keine zugelassene Behandlung.

Ein Teil des Quartalsgewinns war nicht wiederkehrend: Eine Einigung in einem Rechtsstreit führte zu einer einmaligen Belastung von rund 0,9 Milliarden US-Dollar bei den Umsatzkosten. Damit stehen dem höheren Umsatz ein Sondereffekt und die Aussicht auf weitere Kostensenkungen gegenüber. Die angehobene Umsatzprognose gilt für das Gesamtjahr 2026 und setzt den Rahmen für Modernas noch ausstehende Quartalszahlen.

Erwähnte Unternehmen: Moderna, Inc.

Unternehmen in diesem Artikel.

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