Kasachisches Öl soll bis Ende 2026 nicht nach Deutschland fließen

· VinciFi Redaktion

Kasachisches Öl soll bis Ende 2026 nicht nach Deutschland fließen

Berichten zufolge sollen kasachische Ölexporte nach Deutschland bis Ende 2026 nicht wieder anlaufen. Das könnte die PCK-Raffinerie in Schwedt betreffen, die rund 90 Prozent des Kraftstoffbedarfs in Berlin und Brandenburg deckt.**

Kasachstan hat Russland um die Wiederaufnahme des Öltransits über die Druschba-Pipeline gebeten. Die Lieferungen auf dieser Route ruhen seit Mai 2026. Als Grund nennt das kasachische Energieministerium technische Beschränkungen auf der Transitseite und wartet auf eine Antwort aus Moskau.

Kasachstan lieferte 2025 insgesamt 2,1 Millionen Tonnen Öl über Druschba nach Deutschland. Für 2026 waren rund 3 Millionen Tonnen über diese Strecke geplant. Die Unterbrechung betrifft damit eine wichtige direkte Rohölroute zur PCK-Raffinerie in Schwedt.

Kasachisches Öl gelangt weiterhin über das Kaspische Pipeline-Konsortium auf europäische Märkte. Zu den genannten Abnehmerländern zählen Rumänien, Italien, die Niederlande, Frankreich und Spanien. Diese Lieferungen verlaufen über eine andere Route als der Transit nach Deutschland über Druschba.

Die PCK-Raffinerie stellt nach früheren Angaben rund 90 Prozent des Benzin-, Diesel- und Flugkraftstoffs für Berlin und Brandenburg her. Eine anhaltende Unterbrechung der Druschba-Lieferungen betrifft damit auch eine zentrale Raffinerie für die Kraftstoffversorgung der Region. Für Deutschland bleibt die direkte Verbindung nach Schwedt über die Pipeline vorerst unterbrochen.

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