Hormus: IRGC meldet Minentreffer und Tankerbrand
· VinciFi Redaktion

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden meldet einen Tanker mit Minentreffer und einen zweiten, der wegen eines Feuers gestoppt worden sei. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs.**
Am 5. November meldete die iranische Armee außerdem drei weitere Tanker, die Minen getroffen hätten und in Brand geraten seien. Damit berichteten iranische Streitkräfte an diesem Tag von mehreren beschädigten Schiffen in der Region.
Separat meldete die britische maritime Sicherheitsstelle UKMTO einen Angriff auf einen Tanker rund 50 Seemeilen nördlich von Katar. Das Schiff sei am Mittwoch von zwei nicht identifizierten Geschossen getroffen worden.
Der Schiffsverkehr liegt weiter unter dem Vorkriegsniveau
Seit Beginn des Kriegs mit Iran Ende Februar hat Teheran den Schiffsverkehr durch Hormus stark eingeschränkt. Eine maritime Lageeinschätzung vom 5. November zählte vier Angriffe in der Meerenge innerhalb von 96 Stunden, nach drei im vorherigen Berichtszeitraum. Der zivile Schiffsverkehr blieb laut derselben Einschätzung deutlich unter dem Niveau vor dem Konflikt. Tracking-Daten zeigten nur einstellige bis niedrige zweistellige Durchfahrten pro Tag.
Davon unterscheiden sich die von den USA unterstützten Durchfahrten: Sie lagen im Berichtszeitraum bei etwa 31 pro Tag. Vom 24. bis 30. Oktober waren es im Schnitt 34 täglich. Die Zahlen zeigen, dass einzelne unterstützte Transporte weiterliefen, während der gesamte kommerzielle Verkehr gedämpft blieb.
Auch LNG-Transporte und Versicherer sind betroffen
Die jüngsten Vorfälle stehen in einer Reihe von Zwischenfällen im Golf. Am 30. Oktober wurde der katarische LNG-Tanker Al Mayeda von nicht identifizierten Objekten getroffen. Der Betreiber teilte mit, das Schiff sei sicher und einsatzfähig geblieben; Besatzung und Umwelt seien nicht zu Schaden gekommen.
Für Reedereien und Versicherer können anhaltende Sicherheitsrisiken höhere Fracht- und Versicherungskosten bedeuten. Die maritime Lageeinschätzung nennt zudem eine erhöhte Volatilität der Energiepreise als mögliches Risiko. Länger anhaltende Störungen in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge könnten damit über die Schifffahrt hinaus auf die Energiemärkte ausstrahlen.