Afipsky: Kiew bestätigt Treffer vom August

· VinciFi Redaktion

Afipsky: Kiew bestätigt Treffer vom August

Der ukrainische Generalstab bestätigte einen Treffer auf die Afipsky-Raffinerie in Russland, bezog sich dabei aber auf einen Angriff vom 25. August. Ein neuer Angriff in der Nacht zum 6. November ist als Treffer auf die Raffinerie bislang nicht bestätigt.**

In der Nacht zum 6. November meldeten Anwohner Explosionen und Rauch nahe der Anlage in der Region Krasnodar. Die russische Regionalverwaltung berichtete von einem Brand auf einem Betriebsgelände nach einem Drohnenangriff. Sie nannte die Raffinerie dabei nicht als Ziel. Ukrainische Medien hielten sie für ein mögliches Angriffsziel; eine unabhängige Bestätigung dafür liegt in den vorliegenden Berichten nicht vor.

Die Bestätigung aus Kiew, auf die sich Berichte am 4. November bezogen, betrifft einen früheren Angriff: Der ukrainische Generalstab erklärte, ukrainische Kräfte hätten die Anlage in der Nacht zum 25. August getroffen. Damals sei auf dem Gelände ein Feuer bestätigt worden; das Ausmaß des Schadens werde noch geprüft. Diese Aussage belegt keinen Treffer in der Nacht zum 6. November.

Die Raffinerie liegt in der Region Krasnodar und kann nach Angaben des ukrainischen Generalstabs rund 6,25 Millionen Tonnen Öl pro Jahr verarbeiten. Sie produziert unter anderem Benzin und Diesel. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes trägt die Anlage auch zur Versorgung der russischen Streitkräfte mit Kraftstoff bei. Ein längerer Ausfall könnte deshalb sowohl die Versorgung als auch die russische Verarbeitung von Rohöl beeinträchtigen; ob und in welchem Umfang die Anlage beschädigt wurde, ist für den jüngsten Vorfall nicht belegt.

Angriffe auf russische Raffinerien hatten bereits vor dem Vorfall vom 6. November Aufmerksamkeit an den Energiemärkten ausgelöst. Am 5. November legten US-Rohöl-Futures um 2,25 Prozent und Benzin-Futures um 0,66 Prozent zu. Der Bericht führte die Bewegung unter anderem auf Angriffe auf andere russische Raffinerien zurück, nicht auf einen bestätigten Treffer bei Afipsky. Zugleich führte die Erholung der Raffinerien im Oktober zu einem Rückgang der russischen Ölexporte.

Für den jüngsten Vorfall bleibt entscheidend, ob eine offizielle Stelle einen Treffer auf die Raffinerie bestätigt und welche Schäden festgestellt werden. Bis dahin sind Berichte über ein Feuer am Standort und eine bestätigte Beschädigung der Raffinerie voneinander zu unterscheiden.

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