Vistra übertrifft Umsatz- und EBITDA-Prognose
· VinciFi Redaktion

Vistra hat im dritten Quartal 6,35 Mrd. US-Dollar umgesetzt und ein bereinigtes EBITDA von 2,36 Mrd. US-Dollar erzielt, jeweils mehr als Analysten erwartet hatten. Der Konzern hob zugleich seine Prognose für 2026 an, was die Erwartungen an seine künftige Ertragskraft beeinflussen kann.**
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 28 %, das bereinigte EBITDA um 51 %. Im zweiten Quartal 2026 hatte Vistra 4,02 Mrd. US-Dollar umgesetzt, im dritten Quartal 2025 waren es 4,97 Mrd. US-Dollar gewesen. Der Nettogewinn lag bei 1,14 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA aus dem laufenden Betrieb erreichte 2,38 Mrd. US-Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Vistra nun ein bereinigtes EBITDA aus dem laufenden Betrieb von 7,1 bis 7,5 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte freie Cashflow vor Wachstum soll 4,3 bis 4,7 Mrd. US-Dollar erreichen. Für 2027 setzt das Unternehmen beim bereinigten EBITDA 7,7 bis 8,5 Mrd. US-Dollar und beim bereinigten freien Cashflow vor Wachstum 4,3 bis 5,1 Mrd. US-Dollar an.
Im dritten Quartal erzielte das Segment Texas 1,23 Mrd. US-Dollar bereinigtes EBITDA, 57 % mehr als ein Jahr zuvor. Im Osten waren es 979 Mio. US-Dollar, ein Plus von 36 %. Der Einzelhandel kam auf 98 Mio. US-Dollar und legte um 165 % zu. Im Westen betrug das bereinigte EBITDA 76 Mio. US-Dollar, 21 % mehr als im Vorjahresquartal.
Vistra übernahm Cogentrix mit rund 5.500 MW Gaskraftwerksleistung. Die Anlagen Pulaski mit 405 MW und Deer Creek mit 100 MW gingen in Betrieb. Für das Kraftwerk Odessa unterzeichnete Vistra einen Stromliefervertrag über 20 Jahre und 207 MW.
Im Juli erreichten die Stromnachfragen in den Märkten ERCOT und PJM laut Vorstandschef Jim Burke neue Höchststände. Vistras Kraftwerksflotte hatte in dieser Zeit eine kommerzielle Verfügbarkeit von nahezu 95 %. Zudem genehmigte das Unternehmen weitere Aktienrückkäufe im Umfang von 1,5 Mrd. US-Dollar; rund 2,5 Mrd. US-Dollar an Rückkaufsermächtigung sind noch verfügbar. Ein nicht realisierter Hedge-Gewinn von 559 Mio. US-Dollar soll in künftigen Jahren abgerechnet werden.