Eurozonen-Einzelhandel schrumpft um 0,7 %
· VinciFi Redaktion

Das Einzelhandelsvolumen der Eurozone sank im Monatsvergleich um 0,7 %. Der Rückgang kann auf eine schwächere Konsumnachfrage hindeuten, auch wenn der Jahresvergleich noch im Plus liegt.**
Die Prognose für den Monatsvergleich hatte ein Minus von 0,1 % vorgesehen; der vorherige Wert lag bei plus 0,1 %. Auch im Jahresvergleich blieb der Zuwachs hinter den Erwartungen zurück: Auf prognostizierte 0,6 % folgten 0,4 %. Der vorherige Jahreswert hatte 0,8 % betragen.
Eurostat meldete für August gegenüber Juli noch ein Plus von 0,1 % beim saisonbereinigten Einzelhandelsvolumen. Im Juli war das Volumen gegenüber Juni um 0,6 % gesunken. Beim Jahresvergleich lag der Augustwert 0,8 % über dem Vorjahresmonat.
Das Einzelhandelsvolumen misst die Menge der verkauften Waren, nicht den Umsatz in Euro. Preisveränderungen können den Geldwert der Verkäufe beeinflussen, ohne dass sich die Warenmenge entsprechend verändert. Der aktuelle Monatsrückgang deutet auf eine schwächere Entwicklung im kurzfristigen Vergleich hin; das Jahresplus zeigt zugleich, dass das Volumen über dem Vorjahreswert liegt. Für Händler und Hersteller von Konsumgütern kann eine schwächere Warenmenge weniger Rückenwind durch die Nachfrage bedeuten.