Merck meldet 42 % weniger Rückfall- oder Sterberisiko
· VinciFi Redaktion

Merck zufolge senkte Intismeran plus Keytruda bei Melanompatienten das Risiko für Rückfall oder Tod um 42 % gegenüber Keytruda allein. Für eine weitere Messgröße nennt das Unternehmen eine Verringerung um 58 %, was die Phase-3-Ergebnisse für die Partner Merck & Co. und Moderna konkretisiert.**
Die Phase-3-Studie INTerpath-001 umfasste 1.137 Menschen mit Melanom. Nach zwei Jahren waren laut den berichteten Studiendaten 82,2 % der Patienten unter Intismeran plus Keytruda am Leben und ohne Krebs, gegenüber 70 % bei Keytruda allein. Intismeran ist eine individualisierte mRNA-Therapie; sie wird mit Keytruda kombiniert.
Merck zufolge war das Sicherheitsprofil der Kombination insgesamt mit dem aus früheren Studien vergleichbar. Die Unternehmen hatten bereits im August mitgeteilt, dass INTerpath-001 bei einer vorab festgelegten Zwischenanalyse sowohl den primären Endpunkt, das rezidivfreie Überleben, als auch den wichtigen sekundären Endpunkt, das fernmetastasenfreie Überleben, erreicht hatte. Die Nachbeobachtung zum Gesamtüberleben läuft weiter.
Ein Vergleichswert stammt aus der kleineren Phase-2b-Studie KEYNOTE-942: Dort war die Kombination mit einer Verringerung des Risikos für Rückfall oder Tod um 49 % verbunden. Dieser Wert beschreibt eine andere Studienphase und ist daher nicht direkt mit den nun genannten Phase-3-Ergebnissen gleichzusetzen. Die 42 % beziehen sich auf Rückfall oder Tod; die von Merck genannte Verringerung um 58 % betrifft eine weitere Messgröße.
Für Moderna ist Intismeran Teil der Entwicklung individualisierter mRNA-Krebstherapien. Merck & Co. bringt mit Keytruda das Vergleichsmedikament und den Kombinationspartner ein. Die Resultate betreffen zunächst die untersuchte Gruppe mit Melanom; sie belegen für sich genommen keine Wirkung bei anderen Krebsarten. Ein positives Phase-3-Ergebnis könnte die Bedeutung der gemeinsamen Therapieentwicklung für beide börsennotierten Unternehmen erhöhen.
Die detaillierten INTerpath-001-Daten sollen am 24. Oktober beim ESMO-Kongress vorgestellt werden. Dort folgt der nächste wichtige Einblick in die Ergebnisse, während die Nachbeobachtung zum Gesamtüberleben weitergeht.