Huthis beanspruchen Angriffe auf Riad und Aramco-Anlagen

· VinciFi Redaktion

Huthis beanspruchen Angriffe auf Riad und Aramco-Anlagen

Die Huthis beanspruchen Angriffe auf den Flughafen Riad und Anlagen von Saudi Aramco in Riad und Khurais; Saudi-Arabien bestätigte die behaupteten Treffer nicht. Wiederholte Angriffe auf Energieanlagen und Flughäfen könnten Ölversorgung und Flugverkehr beeinträchtigen.**

Die saudische Koalition erklärte am 7. November, ihre Luftabwehr habe eine auf die Region Riad gerichtete Marschflugkörper abgefangen und zerstört. Diese Mitteilung betrifft einen Flugkörper auf Kurs zur Hauptstadt, bestätigt aber keinen Treffer am Flughafen oder an den genannten Ölanlagen.

Angriffe auf Flughäfen und Energieanlagen häufen sich

Die aktuellen Behauptungen fallen in eine Phase wiederholter Angriffe auf saudische Infrastruktur. ACLED zählte seit Mitte Juli mindestens 21 Angriffe und Angriffsversuche auf mindestens sechs Flughäfen im Königreich, davon 17 seit dem 5. Oktober. Der Flughafen King Khalid in Riad sei seit dem 7. Oktober an vier verschiedenen Tagen angegriffen worden.

Auch die Energieinfrastruktur war betroffen: Knapp ein Viertel der von ACLED zwischen dem 13. Juli und dem 14. Oktober erfassten Huthi-Angriffe und -Versuche richtete sich gegen Ölanlagen. Rund 12 Vorfälle verursachten dokumentierte Brände oder Sachschäden an saudischen Energieanlagen. Zugleich erholten sich Saudi-Arabiens Ölproduktion und Exporte im September kräftig; laut ACLED blieben große Energieaktivitäten und der Großteil der kommerziellen Tätigkeiten funktionsfähig.

Für den Ölmarkt wären längere Ausfälle bei Saudi Aramco oder wichtigen Exportwegen relevant. ACLED verwies auch auf die strategische Bedeutung der Ost-West-Pipeline, während der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gestört war. Im Luftverkehr können Angriffe und Sicherheitsrisiken ebenfalls wirtschaftliche Folgen haben: Die Flugausfälle an saudischen Flughäfen überstiegen am 12. Oktober laut ACLED 46 Prozent. Internationale Fluggesellschaften setzten damals Verbindungen aus.

Die Konfliktanalyse erwartet, dass Angriffe in den kommenden zwei bis vier Wochen weiter örtliche Schäden und wiederkehrende Störungen an Flughäfen und Energieanlagen verursachen könnten. Zugleich dürften große Energieaktivitäten und der Großteil des Geschäftslebens zunächst weiterlaufen.

Unternehmen in diesem Artikel.

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