Berkshire: Bericht nennt 9,6 Mrd. Dollar Rückkäufe
· VinciFi Redaktion

Ein Bericht beziffert Berkshires Aktienrückkäufe im dritten Quartal auf rund 9,6 Mrd. US-Dollar. Falls die Zahl stimmt, wäre das ein deutlicher Sprung zum Vorquartal und könnte die Zahl der Berkshire-Aktien verringern.**
Die Angaben zur Höhe gehen auseinander. Eine weitere Darstellung nennt für das dritte Quartal mehr als 5 Mrd. US-Dollar. Die 9,6 Mrd. US-Dollar sind deshalb als berichtete, nicht bestätigte Zahl einzuordnen.
Berkshire hatte seine Rückkäufe 2026 zuvor deutlich erhöht. Im ersten Quartal kaufte der Konzern eigene Aktien für rund 234 Mio. US-Dollar zurück. Im zweiten Quartal waren es 4,53 Mrd. US-Dollar. 2025 hatte Berkshire nach den vorliegenden Unternehmenszahlen gar keine eigenen Aktien zurückgekauft. Ein Bericht nennt außerdem mehr als 3,3 Mrd. US-Dollar für Juli allein.
Rückkäufe hängen von Berkshires Bewertung ab
Die Käufe folgen keiner festen jährlichen Summe. Nach Berkshires Rückkaufpolitik kaufen der Vorstandschef und der Aufsichtsratsvorsitzende Aktien nur dann zurück, wenn sie den Kurs für niedriger als den inneren Wert des Unternehmens halten. Greg Abel übernahm Anfang 2026 den Vorstandsvorsitz von Warren Buffett. Damit fällt die Entscheidung über Rückkäufe erstmals in Abels Amtszeit.
Der Konzern verfügt zugleich über erhebliche liquide Mittel. Am Ende des zweiten Quartals hielt Berkshire laut einer Auswertung rund 365 Mrd. US-Dollar an Barmitteln und Äquivalenten. Im selben Quartal kaufte das Unternehmen außerdem Aktien anderer Firmen für 23,5 Mrd. US-Dollar. Rückkäufe sind damit eine von mehreren Möglichkeiten, Kapital einzusetzen.
Die Rückkäufe betreffen unmittelbar Berkshires börsennotierte Aktien der Klassen A und B. Für Anleger kann der Umfang ein Hinweis darauf sein, wie das Management den eigenen Aktienkurs im Verhältnis zum Unternehmenswert einschätzt. Er sagt für sich genommen aber nichts über die Entwicklung der operativen Geschäfte aus.
Berkshire hatte angekündigt, den Quartalsbericht und den Bericht auf Formular 10-Q am 7. November zu veröffentlichen. Diese Unternehmensunterlagen sind der nächste Bezugspunkt für die Höhe der Rückkäufe im dritten Quartal.
