Selenskyj: Russland greift mit 36 ballistischen Raketen und 172 Drohnen an
· VinciFi Redaktion

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beziffert den russischen Angriff auf 36 ballistische Raketen und 172 Drohnen. Energieanlagen waren nach seiner Darstellung das Hauptziel; in Kyjiw gibt es Störungen bei Wärme und Wasser.**
Die Angriffe beschädigten Energieanlagen in den Regionen Kyjiw und Schytomyr. Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko meldete außerdem Probleme bei der Wärme- und Wasserversorgung der Hauptstadt. Fünf Menschen wurden in der Region Kyjiw verletzt.
Die ukrainische Luftwaffe zählte 172 gestartete Drohnen, darunter 137 düsengetriebene Geräte. Bis 9 Uhr hätten die ukrainischen Abwehrkräfte vier Raketen und 149 Drohnen abgefangen oder unschädlich gemacht. Die Zahl von 36 ballistischen Raketen nannte Selenskyj; die von der Luftwaffe veröffentlichte Bilanz bezifferte die Gesamtzahl der abgefeuerten Raketen nicht.
Der Angriff trifft die Energieversorgung nach mehreren Tagen mit neuen Schäden und Abschaltungen. Am 6. November galten in sieben ukrainischen Regionen Notabschaltungen. Das Energieministerium bezeichnete die Lage in der Region Kyjiw wegen erheblicher Schäden an der Infrastruktur als besonders schwierig. Reparaturteams arbeiteten in den betroffenen Regionen, soweit es die Sicherheitslage zuließ.
Die Angriffe belasten damit nicht nur die Stromversorgung, sondern auch Wärme- und Wasserdienste in der Hauptstadt. Eine Einschätzung zu den Schäden an der Energieinfrastruktur sieht mögliche zusätzliche Risikoprämien bei regionalem Gas und Strom sowie einen leichten Aufwärtsimpuls für europäische Gas- und Kohlebenchmarks. Für den Energiemarkt ist dabei vor allem relevant, dass die Angriffe in die Vorbereitungszeit auf den Winter fallen.
Am Dienstag sollen Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA in Abu Dhabi über ein Ende des Krieges sprechen. Die Gespräche wären die vierte von der Trump-Regierung vermittelte Verhandlungsrunde; die vorherige fand im Februar in Genf statt.