Huthi behaupten Angriffe auf Saudi Aramco
· VinciFi Redaktion

Die Huthi behaupten, am 29. Oktober Anlagen von Saudi Aramco mit Raketen angegriffen zu haben. Für den Ölmarkt ist das relevant, weil die Küste der saudischen Ostregion nahezu alle saudischen Ölexporte über den Persischen Golf trägt.**
Eine Angriffsbehauptung vom 29. Oktober nannte die Raffinerie Ras Tanura an der Ostküste als Ziel eines Raketenangriffs. Die Huthi behaupteten zudem, Aramco-Ziele getroffen zu haben. Die saudische Koalition teilte mit, ihre Luftabwehr habe eine ballistische Rakete abgefangen und zerstört, die auf die Ostregion gerichtet gewesen sei.
Saudi-arabische Behörden meldeten bereits am 27. Oktober, zwei Raketen über Riad und drei weitere über der Ostregion abgefangen zu haben. Trümmerteile der abgefangenen Raketen beschädigten in Riad ein Gebäude, eine Baustelle und ein Fahrzeug. Mit dem Vorgang vertraute Personen zufolge brach am Aramco-Hauptsitz in Dhahran während eines Raketenangriffs ein Feuer aus, das später gelöscht wurde.
Die Angriffsbehauptungen stehen neben früheren Erklärungen der Huthi. Am 14. Oktober kündigte die Gruppe Raketen- und Drohnenangriffe auf Ölanlagen und einen Flughafen in Saudi-Arabien an. Am 24. Oktober erklärte sie, in sieben Militäroperationen Flughäfen, Ölanlagen und einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen zu haben. Zu den damals genannten Zielen zählten Anlagen in Yanbu, die Raffinerie Rabigh sowie Pumpstationen und eine Ölpipeline.
Für den Ölmarkt ist entscheidend, ob Angriffe den Betrieb von Anlagen oder den Transport beeinträchtigen. Die Ostküste Saudi-Arabiens trägt nahezu alle Ölexporte des Landes über den Persischen Golf. Ein bestätigter Schaden an Raffinerien oder Exportwegen könnte deshalb die Einschätzung der kurzfristigen saudischen Ölversorgung verändern.



