Hormus: Revolutionsgarden melden brennende Tanker
· VinciFi Redaktion

Irans Revolutionsgarden melden, dass zwei Tanker und ein Schlepper in der Straße von Hormus brennen. Die Behauptung betrifft eine der wichtigsten Routen für den Öltransport und könnte die Sorge vor weiteren Lieferstörungen schüren.**
Die britische maritime Koordinierungsstelle UKMTO meldete zuletzt mehrere Angriffe auf Schiffe in der Region. Die Angabe beschreibt einen konkreten Vorfall, bestätigt aber nicht automatisch die Behauptung der Revolutionsgarden über die brennenden Schiffe.
Auch ein Schlepper wurde in der Meerenge von einem Geschoss getroffen. Das Schiff wurde als teilweise sinkend gemeldet. Die verschiedenen Vorfälle zeigen, wie gefährlich die Passage für Handelsschiffe geworden ist.
Warum die Route für den Ölmarkt zählt
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Für Tanker ist sie eine zentrale Verbindung zwischen Förderländern am Golf und den Abnehmern auf dem Weltmarkt. Die US-Energiebehörde EIA stellte bereits im März fest, dass Angriffsrisiken und teure Kriegsrisikoversicherungen die Frachtraten für Öltanker aus dem Nahen Osten auf Rekordhöhen getrieben hatten.
Der Ölpreis reagierte zuletzt allerdings nicht mit einem neuen Anstieg auf die Spannungen: Brent verlor am Mittwoch 8,7 Prozent und schloss unter 95 US-Dollar je Barrel. Das fiel mit veränderten Erwartungen an den weiteren Konflikt zusammen. Der Preisrückgang belegt daher nicht, dass die Schiffsangriffe für den Markt bedeutungslos wären; vielmehr wirken mehrere Nachrichten auf die Ölpreise gleichzeitig.
Für Anleger in Energiewerten zählt, ob die Risiken den tatsächlichen Schiffsverkehr und die Kosten der Lieferungen beeinträchtigen. Eine längere Störung könnte die Versorgungserwartungen und damit die Ölpreise beeinflussen. Die gemeldeten Brände sind bislang eine Aussage der iranischen Revolutionsgarden; die bestätigten UKMTO-Berichte beziehen sich auf einzelne Angriffe und deren Folgen.
Die Sicherheitslage in der Meerenge bleibt damit ein wichtiger Faktor für den Öltransport. Weitere Berichte der UKMTO über Vorfälle und Angaben zum Schiffsverkehr dürften zeigen, ob die jüngsten Angriffe die Passage weiter beeinträchtigen.