US-Börsen legen nach Demokraten-Sieg kräftig zu
· VinciFi Redaktion

Der S&P 500 gewann 1,6 Prozent, der Dow 3 Prozent, nachdem die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen den Kongress eroberten. Anleger setzten zugleich auf politische Blockade und ein schnelleres Ende des Iran-Kriegs, während die Renditen sieben Basispunkte nachgaben.**
Die Demokraten gewannen bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat. Damit steht Präsident Donald Trump einer von der Opposition kontrollierten Legislative gegenüber. Die Hoffnung auf politische Blockade ist ein zentraler Teil der Marktreaktion: Sie könnte es der Regierung erschweren, ihre Vorhaben durch den Kongress zu bringen.
Der Nasdaq Composite stieg um 1,4 Prozent und blieb damit hinter Dow und S&P 500 zurück. Der Anstieg erfasste also mehrere große US-Indizes, fiel aber unterschiedlich stark aus.
Auch der Anleihemarkt zog an: Die Renditen von US-Staatsanleihen sanken um sieben Basispunkte. Gleichzeitig verloren Brent-Futures 8,7 Prozent und schlossen bei 94,62 US-Dollar je Barrel. Der Preis fiel damit unter die Marke von 100 US-Dollar. Die Hoffnung auf ein schnelleres Ende des Iran-Kriegs könnte die Sorge vor Störungen der Ölversorgung lindern. Für ölverbrauchende Unternehmen könnte ein niedrigerer Rohölpreis die Kosten senken; für Förderer kann er dagegen die Erlöse belasten.
Der Wahlausgang steht vor einem historischen Hintergrund: Nach den elf US-Zwischenwahlen seit 1980 legte der S&P 500 im folgenden Jahr im Schnitt um 13,7 Prozent zu. Dieser Durchschnitt beschreibt frühere Marktphasen, nicht die Entwicklung nach der Wahl 2026.
Für die weitere Entwicklung können auch andere Themen ins Gewicht fallen. Eine historische Auswertung nennt neben dem Wahlausgang die Geldpolitik der US-Notenbank, Unternehmensgewinne und KI-Themen als mögliche wichtige Kurstreiber. Der Wahlsieg der Demokraten ist damit ein Faktor unter mehreren, die Anleger an den US-Märkten beschäftigen.