Berichte: Drohnen zielen auf Rosneft-Raffinerie in Rjasan

· VinciFi Redaktion

Berichte: Drohnen zielen auf Rosneft-Raffinerie in Rjasan

Mehrere ukrainische Drohnenangriffe sollen die Industriezone der Rosneft-Raffinerie in Rjasan ins Visier genommen haben. Die Anlage verarbeitet knapp 5 % des russischen Raffineriedurchsatzes und versorgt Moskau mit Kraftstoff, sodass ein Ausfall die regionale Versorgung berühren könnte.**

Die Raffinerie verarbeitete 2024 insgesamt 13,1 Mio. Tonnen Rohöl. Die Anlage liegt etwa 300 Kilometer südöstlich von Moskau und beliefert die Hauptstadtregion mit Kraftstoff.

Eine der zentralen Verarbeitungseinheiten, CDU-6, kann jährlich 8 Mio. Tonnen Rohöl verarbeiten. Das entspricht laut Branchenangaben fast der Hälfte der Kapazität des Werks. Schäden an solchen Einheiten könnten deshalb einen erheblichen Teil der Verarbeitung treffen.

Frühere Angriffe legten die Verarbeitung zeitweise lahm

Die Raffinerie war bereits in diesem Jahr wiederholt Ziel von Drohnenangriffen. Nach einem weiteren Angriff am 6. September stellte die Anlage den Betrieb erneut ein. Branchenquellen zufolge waren dabei CDU-6 und CDU-4 betroffen.

Die Angriffe auf russische Raffinerien reichen über Rjasan hinaus. Für Oktober wurden unter anderem die Raffinerien in Rjasan, Nowokuibyschewsk und Uhta als Ziele aufgeführt. Ein Bericht über die Serie verbindet die wiederholten Angriffe mit einem Rückgang der russischen Raffinerieverarbeitung auf den niedrigsten Stand seit 21 Jahren und mit höheren weltweiten Diesel- und Benzinpreisen.

Rosneft und die Kraftstoffversorgung im Fokus

Für Rosneft steht bei der Anlage die verfügbare Verarbeitungskapazität im Mittelpunkt. Ein längerer Ausfall könnte die Kraftstoffversorgung der Region Moskau beeinträchtigen. Die Raffinerie produziert Benzin, Diesel und Flugkraftstoff; ein Rückgang der Verarbeitung könnte daher auch die Märkte für Ölprodukte berühren.

Der stärkste mögliche Effekt für den Energiemarkt läge in einer erneuten Unterbrechung der Rohölverarbeitung. Weil das Werk einen bedeutenden Anteil des russischen Durchsatzes ausmacht und Moskau beliefert, könnte eine längere Störung sowohl die regionale Versorgung als auch die Verfügbarkeit von Kraftstoffen beeinflussen.

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