China erwägt Stopp von SoftBanks ABB-Übernahme
· VinciFi Redaktion

China erwägt einem Bericht zufolge, SoftBanks Übernahme der ABB-Roboticsparte zu verhindern.**
China soll Schritte erwägen, um den Verkauf der ABB-Roboticsparte an SoftBank zu verhindern. Für ABB und SoftBank geht es um eine Transaktion mit einem vereinbarten Unternehmenswert von 5,375 Milliarden US-Dollar.
ABB wollte die Robotiksparte ausgliedern
ABB vereinbarte den Verkauf am 8. Oktober 2025. Zuvor hatte der Konzern geplant, die Sparte als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. Rund 7.000 Menschen arbeiten in der Robotiksparte. 2024 erzielte sie einen Umsatz von 2,3 Milliarden US-Dollar.
Die EU-Kommission hat dem Zusammenschluss zugestimmt. ABB rechnete im Oktober damit, den Verkauf im vierten Quartal 2026 abzuschließen, sofern die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen. Ein möglicher Schritt Chinas könnte deshalb den Zeitplan für den Abschluss beeinflussen. Für SoftBank wäre die Übernahme ein Einstieg in ein bestehendes Geschäft mit Industrierobotern; ABB würde die Sparte aus dem Konzern herauslösen.
China setzt bei öffentlichen Aufträgen auf heimische Teile
Parallel zum Übernahmegeschäft hat China einen Entwurf für staatliche Beschaffungen vorgelegt. Danach müssten Industrieregleroboter mindestens 70 Prozent ihrer Teilekosten aus in China hergestellten Komponenten beziehen, um als chinesische Produkte zu gelten. Die Vorschläge betreffen den Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Stellungnahmen dazu sind bis zum 13. November möglich.
Damit steht die Übernahme in einem Umfeld, in dem China den heimischen Anteil an bestimmten Industrieprodukten stärken will. Die geplante Vorgabe betrifft Beschaffungen in China, während ein Eingriff in den ABB-SoftBank-Deal die nötigen Genehmigungen für den Verkauf berühren könnte.
ABB hatte den Abschluss der Transaktion für das vierte Quartal 2026 in Aussicht gestellt, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.