Huthi melden Angriff auf Aramco-Anlage in Abqaiq
· VinciFi Redaktion

Die Huthi behaupten, Aramco in Abqaiq angegriffen zu haben; Satellitendaten zeigen Wärmeherde nahe der Anlage. Ein möglicher Ausfall könnte die Sorge um saudische Öllieferungen verstärken.**
Berichte sprachen von einem Brand an der Anlage. Satellitendaten des Systems MSG/SEVIRI erfassten am Sonntag um 01:53 und 01:54 Uhr GMT mehrere Wärmeherde im Bereich der Aramco-Anlage in Abqaiq. Die Huthi hatten Angriffe mit Raketen und Drohnen für sich beansprucht.
Der Huthi-Militärsprecher Yahya Saree sprach von sechs Operationen gegen saudische Ziele. Dazu zählten nach seinen Angaben auch Aramco-Anlagen in Khurais sowie eine Pumpstation in Dawadmi. Saudi-Arabiens Zivilschutz hatte zuvor Warnungen für Abqaiq, Dammam, Dhahran und Al-Ahsa ausgegeben und später wieder aufgehoben. Nach einem jüngsten Vorfall meldeten die Behörden keinen Schaden.
Ein gesonderter Vorfall ereignete sich in Riad: Das saudische Energieministerium bestätigte, dass Splitter ein Verwaltungsgebäude von Aramco leicht beschädigt hatten. Verletzte oder Todesopfer gab es dort nicht. Der bestätigte Schaden betrifft damit ein Verwaltungsgebäude in der Hauptstadt.
Abqaiq zählt zu den weltweit größten Ölverarbeitungsanlagen. Die Ostprovinz Saudi-Arabiens beherbergt zudem den größten Teil der saudischen Öl- und Gasreserven. Störungen könnten deshalb Förderung, Verarbeitung und Ausfuhr von Rohöl betreffen. Das könnte auch den Blick von Händlern auf die Versorgungslage und den Ölmarkt lenken.
Aramco-Chef Amin H. Nasser hatte am 3. November bei der Vorstellung der Quartalszahlen erklärt, Angriffe auf wichtige Energieanlagen hätten die globale Versorgungskrise im dritten Quartal verschärft. Aramco meldete für diesen Zeitraum einen bereinigten Nettogewinn von 31,2 Mrd. US-Dollar, verglichen mit 28,6 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal.
Die Ost-West-Pipeline habe im dritten Quartal zusätzliche Flexibilität für Exporte geboten, erklärte Aramco. Der Konzern prüft außerdem zusätzliche Lagerkapazitäten im Ausland und alternative Exportrouten.


