Saporischschja verliert erneut externe Stromversorgung
· VinciFi Redaktion

Energoatom teilt mit, dass das Kernkraftwerk Saporischschja erneut vollständig von der externen Stromversorgung abgeschnitten ist und Dieselgeneratoren nutzt. Damit hängt die Stromversorgung für die Reaktorkühlung erneut von den Notstromaggregaten ab.**
Um 02:36 Uhr am 8. November fiel nach Angaben von Energoatom die letzte noch betriebene 330-Kilovolt-Leitung aus. Ein automatischer Versuch, die Verbindung wiederherzustellen, scheiterte. Die Generatoren versorgen seitdem die Anlage mit Strom.
Die IAEA hatte Anfang Oktober festgehalten, dass das Kraftwerk seit Juni zehnmal die externe Stromversorgung verloren hatte und zuletzt nur noch an einer Leitung hing. Der erneute Ausfall trifft damit einen Standort, dessen externe Stromversorgung bereits zuvor wiederholt unterbrochen worden war.
Bei einem früheren längeren Ausfall lieferten die Dieselgeneratoren den Strom für die Anlage und vor allem für Pumpen, die alle sechs Reaktoren kühlen. Die Kühlung bleibt eine zentrale Sicherheitsfunktion, auch wenn ein Kraftwerk nicht regulär Strom produziert. Die Notstromaggregate übernehmen bei einem Verlust der externen Versorgung deshalb eine wichtige Aufgabe.
Die IAEA äußerte zudem Sorge über die Dieselversorgung des Kraftwerks. Die wiederholten Netzausfälle machen damit nicht nur die Verfügbarkeit der Generatoren, sondern auch deren Versorgung mit Treibstoff zu einem wichtigen Faktor für die Sicherheit am Standort. Für die Kühlung ist die Anlage erneut auf die Notstromversorgung angewiesen.