Berichte: Drohnenangriff trifft Saratower Raffinerie

· VinciFi Redaktion

Berichte: Drohnenangriff trifft Saratower Raffinerie

In der Nacht zum 7. November soll ein ukrainischer Drohnenangriff die Raffinerie Saratow getroffen und dort ein Feuer ausgelöst haben; Berichte nennen zugleich Ziele in mehreren russischen Regionen. Die Anlage verarbeitete 2024 5,8 Millionen Tonnen Rohöl, ein längerer Ausfall könnte Russlands Kraftstoffangebot belasten.**

Der Gouverneur der Region Saratow, Roman Busargin, erklärte, vorläufig habe es Verletzte gegeben; zudem sei zivile Infrastruktur beschädigt worden. Die Raffinerie erwähnte er in seiner Darstellung nicht. Aufnahmen zeigen einen Brand auf dem Werksgelände. Auch Angriffe in den Regionen Orjol und Rostow wurden gemeldet.

Die Saratower Anlage gehört zum Raffineriegeschäft von Rosneft. Ihre Verarbeitungskapazität liegt bei 7 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. 2024 verarbeitete sie 5,8 Millionen Tonnen. Ob und wie stark der Betrieb durch den Vorfall beeinträchtigt wurde, geht aus den bisher veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Raffinerien stehen bereits unter Druck

Die ukrainische Militäraufklärung bezifferte Ende September die Folgen früherer Angriffe auf die russische Branche: Von 38 großen Raffinerien seien 15 außer Betrieb gewesen, weitere zwölf hätten ihre Produktion verringert. Die gesamte Verarbeitung dieser Anlagen habe 55,4 Prozent unter dem Stand zu Jahresbeginn gelegen. Diese Zahlen beschreiben die Lage Ende September und belegen nicht, dass die Saratower Raffinerie nach dem jüngsten Vorfall ausgefallen ist.

Für den Energiemarkt zählt vor allem, ob ein solcher Angriff die Verarbeitung und damit die Versorgung mit Kraftstoffen länger beeinträchtigt. Saratow produziert unter anderem Benzin und Diesel. Eine anhaltende Unterbrechung könnte den Druck auf Russlands Kraftstoffangebot erhöhen. Der Vorfall fällt in eine Phase, in der die ukrainische Militäraufklärung bereits erhebliche Einschränkungen in Teilen der russischen Raffineriebranche meldet.

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