Warsh: Konsens sieht Geldpolitik anlaufen

· VinciFi Redaktion

Warsh: Konsens sieht Geldpolitik anlaufen

Fed-Chef Kevin Warsh sagt, der überwältigende Konsens unter seinen Kollegen sei, dass die Geldpolitik allmählich Wirkung zeige. Die Fed hielt den Leitzins zugleich unverändert, während zwei Mitglieder eine Erhöhung wollten.**

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank beließ den Leitzins bei 3,75 bis 4 Prozent. Die Abstimmung fiel mit zehn zu zwei Stimmen aus. Lisa Cook und Beth Hammack wollten den Satz um einen Viertelprozentpunkt anheben. Die Fed erklärte nach dem Beschluss, die Inflation sei weiterhin erhöht.

Warsh beschrieb die Wirkung der bisherigen Geldpolitik als „monetäre Medizin“ und sagte, er sei ermutigt über die erzielten Fortschritte. Das ist seine Einschätzung zur Entwicklung, kein Beschluss über den weiteren Zinskurs. Der Ausschuss verwies darauf, dass weitere Informationen bei der Entscheidung über die passende Geldpolitik helfen sollen.

Die Debatte über weitere Zinsschritte bleibt offen

Die Entscheidung folgt auf eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt im Vormonat. Bei den Prognosen der Fed-Mitglieder im September rechnete die Mehrheit mit einer weiteren Erhöhung bis Jahresende. Zwei Mitglieder erwarteten damals unveränderte Zinsen für den Rest des Jahres; vier sprachen sich für Erhöhungen sowohl im Oktober als auch im Dezember aus. Warsh gab bei dieser Prognoserunde keine eigenen Zahlen ab.

Ein Streitpunkt ist, wie stark die Fed lockere Finanzierungsbedingungen bei der Inflationsbekämpfung gewichten soll. Dazu zählen kurzfristige und langfristige Kreditkosten sowie Aktienkurse. Änderungen des kurzfristigen Leitzinses wirken über die Finanzmärkte auf breitere Finanzierungskosten. Damit kann die Geldpolitik neben Kreditnehmern auch die Bewertung von Vermögenswerten berühren. Der US-Leitzins ist außerdem eine wichtige Grundlage für kurzfristige Kredite wie Kreditkartenschulden.

Die zwei Gegenstimmen zeigen, dass im Ausschuss auch eine schnellere Straffung befürwortet wird. Zugleich hatten die Mitglieder in ihren September-Prognosen unterschiedliche Wege für die verbleibenden Monate des Jahres skizziert. Warshs Zuversicht über Fortschritte hebt diese Meinungsverschiedenheiten nicht auf. Weitere Zinsschritte bis Jahresende bleiben laut den Signalen der Fed-Mitglieder möglich; dafür wird die Notenbank die Inflations- und Wirtschaftsdaten bewerten.

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