Südkorea: Hongkong-ELS-Strafen sind nicht beschlossen
· VinciFi Redaktion

Südkoreas Finanzdienstleistungskommission sagt, dass weder die endgültige Höhe der Strafen im Hongkong-ELS-Verfahren noch ein Termin für die Behandlung feststehen. Damit bleibt auch für die betroffenen Banken offen, welche Sanktionen tatsächlich folgen.**
Die Kommission widersprach am 3. November Berichten, wonach eine Strafe von 370 Milliarden Won bereits festgelegt und der Fall am Folgetag auf die Tagesordnung gesetzt worden sei. Die FSC erklärte, über die endgültige Summe und den Zeitplan sei noch nicht entschieden. Eine Sanktion in dieser Höhe ist damit nicht beschlossen.
Im Verfahren geht es um den Verkauf von ELS, also aktiengebundenen Wertpapieren, die an den Hongkonger H-Index gekoppelt waren. Betroffen sind fünf Banken. Für den koreanischen Bankensektor hängt die mögliche Belastung deshalb davon ab, wie die Aufsicht den Fall abschließt.
Die Summe hat sich im Laufe des Verfahrens mehrfach verändert. Die Finanzaufsicht hatte zunächst intern rund 4 Billionen Won angesetzt. Im weiteren Prüfprozess sank der Betrag zunächst auf rund 2 Billionen Won; ein späterer Vorschlag an die Finanzdienstleistungskommission belief sich auf rund 1,4 Billionen Won. Berichten zufolge beschloss die Finanzaufsicht im Juni dann eine Gesamtsumme von rund 600 Milliarden Won für die fünf Banken. Diese früheren Beträge sind Verfahrensstände und ersetzen keine endgültige Entscheidung der FSC.
Im Mai hatte die Kommission die Finanzaufsicht aufgefordert, Teile des Sachverhalts sowie die Anwendung der Vorschriften und Rechtsgrundsätze zu ergänzen. Nach einem späteren Bericht wurden bei der erneuten Berechnung unter anderem Faktoren wie die Motive für die Verstöße angepasst. Das erklärt, warum frühere Summen im Laufe der Prüfung deutlich gesunken sind.
Als nächster formaler Schritt steht die Prüfung des ergänzten Vorschlags durch die FSC an. Erst danach kann die Kommission über die endgültigen Sanktionen entscheiden.