Trump: Kein unmittelbarer Plan für Iran-Angriff
· VinciFi Redaktion

Donald Trump sagt, die USA hätten derzeit keinen unmittelbaren Plan für einen Angriff auf Iran. Zugleich trafen US-Streitkräfte am Montag iranische Ziele auf der Insel Qeschm, sodass begrenzte Militäraktionen und eine größere Eskalation auseinanderzuhalten sind.**
Die Aussagen fallen in eine Phase widersprüchlicher Signale. In einem Interview sagte Trump, er habe es nicht eilig, über eine Wiederaufnahme der Kämpfe zu entscheiden. Zugleich erklärte er, die USA würden „so oder so etwas unternehmen“. Auch über laufende Gespräche mit Iran sprach er positiv.
Angriff auf Qeschm als „defensive Maßnahme“ beschrieben
US-Streitkräfte griffen am Montag Ziele auf der iranischen Insel Qeschm in der Straße von Hormus an. Ein US-Beamter beschrieb die Angriffe gegenüber Medien als defensive Maßnahme gegen iranische Raketen, die US-Einsatzkräfte bedroht hätten. Die Angriffe seien begrenzt gewesen und bedeuteten keine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen, sagte ein US-Beamter. Berichten zufolge gab es in den vergangenen Wochen weitere begrenzte US-Angriffe, die nicht öffentlich bekannt gemacht wurden.
Damit beziehen sich Trumps Aussagen über fehlende Eile auf eine mögliche größere Wiederaufnahme der Kämpfe, während begrenzte Einsätze bereits stattgefunden haben. Für den weiteren Verlauf stehen diplomatische Kontakte und militärische Schritte nebeneinander.
Ölpreise schwanken mit den Iran-Signalen
Die Unsicherheit über den Konflikt wirkt auf den Ölhandel. Am Dienstag schloss die Nordseesorte Brent bei 103,60 US-Dollar je Barrel, 1,17 Dollar niedriger als zuvor. US-Öl der Sorte WTI gab um 37 Cent auf 96,09 Dollar je Barrel nach. Die Preise waren zuvor stark gefallen, nachdem beide Seiten Gesprächsbereitschaft signalisiert hatten.
Trumps Gesprächssignal und die gemeldeten Angriffe stehen jedoch gleichzeitig im Raum, sodass die Lage für den Ölmarkt von politischen wie militärischen Entwicklungen geprägt bleibt.