China kündigt fünf Jahre Ausgleichszölle auf US-n-Propanol an
· VinciFi Redaktion

Chinas Handelsministerium kündigt an, die Ausgleichszölle auf n-Propanol aus den USA fünf Jahre beizubehalten. Eine Fortführung könnte US-Anbieter gegenüber anderen Lieferanten benachteiligen.**
China führte die Ausgleichszölle auf US-n-Propanol am 18. November 2020 mit einer zunächst fünfjährigen Laufzeit ein. Die Sätze lagen je nach Unternehmen zwischen 34,2 und 37,7 Prozent.
Am 18. November 2025 beschloss das Handelsministerium, eine Überprüfung zum Auslaufen der Zölle einzuleiten. Während dieser Prüfung blieben die bisherigen Ausgleichszölle in Kraft. Bei einer solchen Überprüfung wird bewertet, ob eine Maßnahme endet oder verlängert wird. Eine Beibehaltung für weitere fünf Jahre würde die ursprünglich festgelegte Laufzeit verlängern.
Die Sätze unterschieden sich nach Anbieter: Für die Dow Chemical Company und andere US-Unternehmen galten während der Überprüfung 37,7 Prozent. OQ Chemicals war mit 34,2 Prozent belegt.
Für die Prüfung möglicher Subventionen wurden Daten vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025 herangezogen. Bei der Untersuchung möglicher Schäden für die chinesische Industrie reichten die Daten vom 1. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2025. Diese Zeiträume betreffen die Überprüfung.
n-Propanol, auch 1-Propanol genannt, wird unter anderem als Lösungsmittel in der Pharmaindustrie eingesetzt, etwa bei Harzen und Celluloseestern. Damit betrifft die Maßnahme nicht nur US-Exporteure. Sie kann auch für Unternehmen relevant sein, die den chemischen Rohstoff in China beziehen oder verwenden.
Für US-Anbieter können die Abgaben ihre Wettbewerbsposition gegenüber anderen Bezugsquellen schwächen. Für chinesische Abnehmer können sie die Kosten importierten n-Propanols erhöhen. Die angekündigte Fortsetzung würde damit eine bestehende handelspolitische Hürde für US-Lieferungen verlängern.