Lemonade steigert Quartalsumsatz um 73 Prozent
· VinciFi Redaktion

Lemonade setzte im dritten Quartal 336,1 Mio. US-Dollar um, 73 % mehr als vor einem Jahr und mehr als von Analysten erwartet. Für das vierte Quartal stellt der Versicherer ein positives bereinigtes EBITDA in Aussicht, nach einem Verlust im dritten Quartal.**
Die Zahl der Kunden stieg binnen eines Jahres um 23 % auf 3.520.555. Der Prämienbestand wuchs um 34 % auf 1,55 Mrd. US-Dollar. Pro Kunde nahm Lemonade 440 US-Dollar an Prämien ein, ein Plus von 9 % zum Vorjahr.
Auch im Vergleich zum Vorquartal legte der Umsatz zu: In Q2 2026 hatte Lemonade 294,4 Mio. US-Dollar gemeldet. Die Analysten hatten für das dritte Quartal im Schnitt mit 322,5 Mio. US-Dollar Umsatz gerechnet. Der Gewinn je Aktie lag bei minus 0,56 US-Dollar und damit über der Schätzung von minus 0,58 US-Dollar. Das bereinigte EBITDA blieb mit minus 20,4 Mio. US-Dollar negativ. Die Schadenquote betrug 65 %; der bereinigte freie Cashflow lag bei 27,0 Mio. US-Dollar.
Lemonade weitete sein Angebot 2026 um 25 neue Kombinationen aus Produkt und Region aus. Die Autoversicherung ist in 14 US-Bundesstaaten verfügbar und erreicht damit mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung. Ein Angebot für autonomes Fahren ist in sechs Bundesstaaten erhältlich; bei aktiviertem FSD soll der Tarif 30 % niedriger liegen. Außerdem ist die Mieterversicherung nun landesweit verfügbar.
Für Q4 erwartet Lemonade einen Umsatz von 342 bis 346 Mio. US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 5 bis 9 Mio. US-Dollar. Für das Gesamtjahr liegt die Umsatzprognose bei 1,231 bis 1,235 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA soll 2026 zwischen minus 51 und minus 47 Mio. US-Dollar liegen.