BoE: Lombardelli und Pill sehen Argumente für Zinserhöhung

· VinciFi Redaktion

BoE: Lombardelli und Pill sehen Argumente für Zinserhöhung

Clare Lombardelli und Huw Pill sehen Argumente für eine weitere Zinserhöhung der Bank of England in naher Zukunft. Ein solcher Schritt könnte die Finanzierungskosten in Großbritannien beeinflussen, beschlossen ist er aber nicht.**

Bei der Sitzung im September stimmten drei der neun Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses für eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Zu ihnen gehörte Chefvolkswirt Huw Pill. Die übrigen sechs, darunter Lombardelli, votierten damals für unveränderte Zinsen. Die aktuellen Äußerungen der beiden Notenbanker zeigen, dass eine weitere Erhöhung erneut diskutiert wird; eine Entscheidung darüber ist damit nicht getroffen.

Der Inflationsdruck bildet einen wichtigen Hintergrund für die Debatte. Die Teuerung in Großbritannien lag im September bei 3,5 Prozent und damit über dem Zielwert der Bank of England von 2 Prozent. Höhere Energiepreise können die Verbraucherpreise unmittelbar belasten. Damit bleibt die Entwicklung der Inflation ein wichtiger Faktor für die geldpolitische Entscheidung.

Für Kreditnehmer kann ein höherer Leitzins teurere Finanzierungen bedeuten, etwa bei variablen Hypotheken oder Unternehmenskrediten. Zugleich können höhere Zinsen die Renditen neuer Sparangebote verbessern. Wie stark solche Effekte ausfallen, hängt unter anderem von der Art des Kredits oder des Sparprodukts ab.

Die Bank of England hatte die Veröffentlichung ihrer Zinsentscheidung für den 5. November um 12 Uhr GMT angesetzt. Die Abstimmung im Ausschuss und die Hinweise zum weiteren Kurs geben Aufschluss darüber, wie die Notenbank die Inflationsrisiken und mögliche weitere Zinsschritte gewichtet.

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