China-Dienstleistungs-PMI verfehlt die Prognose
· VinciFi Redaktion

Chinas Dienstleistungs-PMI lag im Oktober bei 50,8 Punkten und damit unter der Prognose von 51,7. Der Wert liegt noch über der 50-Punkte-Schwelle, signalisiert aber eine schwächere Ausweitung der Aktivität als im Vormonat.**
Ein Wert über 50 steht bei einem Einkaufsmanagerindex für eine Ausweitung der Aktivität gegenüber dem Vormonat, ein Wert darunter für einen Rückgang. Im September hatte der Dienstleistungs-PMI noch 51,6 Punkte erreicht. Der Oktoberwert blieb damit auch hinter dem Vormonat zurück.
Eine separate amtliche Erhebung des Nationalen Statistikamts Chinas weist für die Dienstleistungen im Oktober 50,0 Punkte aus, 0,2 Punkte weniger als im September. Der umfassendere Index für den Nicht-Industriesektor, der Dienstleistungen und Bauwirtschaft erfasst, sank auf 49,7 Punkte. Diese amtlichen Werte stammen aus einer anderen Erhebung als der Dienstleistungs-PMI von 50,8 Punkten und sind deshalb nicht identisch.
Auch die amtlichen Zahlen für Industrie und Gesamtwirtschaft zeigen ein schwächeres Bild. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Oktober auf 49,3 Punkte, nach 50,1 im September. Der zusammengesetzte Produktionsindex, der Industrie und Nicht-Industrie zusammenfasst, lag bei 49,7 Punkten. Beide Werte unterschritten damit die 50-Punkte-Marke.
Die Oktoberindikatoren zeichnen somit kein einheitliches Bild: Der gemeldete Dienstleistungs-PMI signalisiert weiterhin eine Ausweitung, während die amtlichen Gesamtindizes für den Nicht-Industriesektor und die Produktion unter 50 liegen. Für die Einschätzung der chinesischen Konjunktur ist daher wichtig, welchen Bereich die jeweilige Erhebung abbildet.