Hormus: IRGC meldet Minentreffer bei vier Tankern
· VinciFi Redaktion

Irans Revolutionsgarden erklären, vier Tanker seien nach Minentreffern südlich der Straße von Hormus zerstört worden; zwei weitere Schiffe seien beschlagnahmt. Die Angaben könnten den Schiffsverkehr auf einer zentralen Ölroute verunsichern, stammen aber von einer Konfliktpartei.**
Die Marine der IRGC erklärte in einer weiteren Mitteilung am 3. November, drei Öltanker seien auf einer von Iran als nicht genehmigt bezeichneten Route auf Minen gelaufen und in Brand geraten. Laut dieser Darstellung hatten die Schiffe ihre Navigations- und Identifikationssysteme ausgeschaltet. Die neue Angabe von vier zerstörten Tankern und zwei beschlagnahmten Schiffen steht neben dieser früheren Darstellung der Revolutionsgarden.
Die Angaben zu den Schiffen stammen jeweils von der iranischen Konfliktpartei.
Eine Schlüsselroute für den Ölhandel
Durch die Straße von Hormus liefen im ersten Halbjahr 2025 nach Daten der US-Energieinformationsbehörde EIA täglich rund 20,9 Millionen Barrel Öl. Das entsprach etwa einem Fünftel des weltweiten Verbrauchs flüssiger Erdölerzeugnisse und einem Viertel des seeseitigen Ölhandels. Einschränkungen der Durchfahrt können deshalb über die Region hinaus für Händler und Raffinerien relevant werden.
Die EIA meldete für das dritte Quartal 2026 eine Zunahme der weltweiten Rohölverarbeitung um insgesamt 1,8 Millionen Barrel pro Tag. Im Quartalsdurchschnitt lag die Verarbeitung dennoch etwa 5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.
Für den Rohölmarkt ist entscheidend, ob Tanker die Route weiter nutzen können. Wiederholte Sicherheitsvorfälle könnten Reedereien zu Verzögerungen oder Ausweichrouten bewegen und damit die Ölströme beeinträchtigen. Die EIA-Zahlen zeigen, dass sich die weltweite Rohölverarbeitung im dritten Quartal zwar erholte, aber noch unter dem Vorjahresniveau lag.