USA sondieren offenbar befristete Friedenslösung mit Iran
· VinciFi Redaktion

Die US-Regierung führt Berichten zufolge Gespräche über eine befristete Friedenslösung im Iran-Krieg. Ein Abkommen könnte Risiken für die Ölversorgung mindern, zustande gekommen ist es bislang nicht.**
Iran drängt auf einen Plan, der sieben Tage dauern und die Straße von Hormus wieder öffnen soll. Die Gespräche drehen sich damit auch um eine wichtige Route für den weltweiten Öltransport.
Katarische Vermittler bemühen sich nach Berichten um eine Vereinbarung zwischen Washington und Teheran. Ein Entwurf wurde Iran vorgelegt und dort geprüft. Zugleich bezeichnete ein iranischer Vertreter die jüngsten Vorschläge als nicht akzeptabel. Die Verhandlungen laufen also weiter, ohne dass ein Abschluss feststeht. Für eine diplomatische Lösung sprechen die fortgesetzten Kontakte; die gegensätzlichen öffentlichen Einschätzungen zeigen, wie schwierig eine Einigung bleibt.
Ölpreise geben nach, Versorgungsrisiken bleiben
Am Donnerstag verbilligte sich Brent-Öl um 0,7 Prozent auf 114,50 US-Dollar je Barrel. Die Preisbewegung folgte auf deutliche Zuwächse am Vortag. Hoffnung auf eine Vereinbarung kann die Risikoprämie am Ölmarkt dämpfen, während die Gefahr einer erneuten Eskalation die Lieferwege weiter belastet.
Die Internationale Energieagentur hatte Mitte Oktober auf angespannte Ölmärkte hingewiesen, besonders bei Diesel. Eine Entspannung im Konflikt könnte den Druck auf die Versorgung und damit auf die Ölpreise verringern. Für den Markt bleibt entscheidend, ob aus den laufenden Kontakten ein konkreter Schritt zur Beendigung der Kämpfe wird.
Ein iranischer Vertreter erwartete eine Antwort Teherans auf den vorgelegten Entwurf bis Ende der Woche.