OpenAI soll 30 Milliarden vor Anthropic-IPO einsammeln
· VinciFi Redaktion

OpenAI soll vor dem für Mitte November erwarteten Börsengang von Anthropic rund 30 Mrd. Dollar bei Investoren einsammeln und dabei mit mehr als 1,4 Billionen Dollar bewertet werden.**
Die Gespräche drehen sich laut einem Bericht um eine ungewöhnlich schnell angelegte Finanzierungsrunde. SoftBank Group und der Staatsfonds MGX gehören demnach zu den möglichen Geldgebern. Der Plan soll OpenAI helfen, vor dem erwarteten Börsengang des Konkurrenten Investoren zu gewinnen. Eine abgeschlossene Finanzierungsrunde ist das noch nicht.
OpenAI wurde bei einer im März abgeschlossenen Runde mit 122 Mrd. Dollar zugesagtem Kapital mit 852 Mrd. Dollar bewertet. Das Unternehmen nannte diese Zahlen selbst. Die nun diskutierte Bewertung von mehr als 1,4 Billionen Dollar wäre deutlich höher. Der Sprung zeigt, wie groß die Erwartungen an den Wert führender KI-Unternehmen geworden sind.
Umsatz und Bewertung im Wettlauf mit Anthropic
Als Grundlage für Gespräche mit Investoren soll OpenAI einen annualisierten Umsatz von 50 Mrd. Dollar genannt haben. Annualisiert bedeutet, dass ein kürzerer Zeitraum auf ein ganzes Jahr hochgerechnet wird; es ist kein bereits erzielter Jahresumsatz. Bis Jahresende soll der Wert auf 70 Mrd. Dollar steigen. Das sind Quartalswerte und daher nicht direkt mit OpenAIs annualisiertem Umsatz vergleichbar.
Steigende Zinsen und Schwankungen bei Technologieaktien könnten die Finanzierung großer KI-Vorhaben zusätzlich erschweren.
SoftBank Group zählt bereits zu OpenAIs strategischen Geldgebern: Im März verankerte der Konzern gemeinsam mit weiteren Partnern die Finanzierungsrunde. Auch Amazon sagte damals eine Investition von bis zu 50 Mrd. Dollar zu. Für diese börsennotierten Unternehmen könnte OpenAIs Finanzierungsbedarf die Bedeutung ihrer KI-Partnerschaften unterstreichen, sagt aber für sich genommen nichts über deren künftige Erträge aus.
OpenAI soll die neue Runde vor dem für Mitte November erwarteten Börsengang von Anthropic abschließen wollen. Der Börsengang könnte den Investoren weitere Angaben zu Anthropic liefern und damit den direkten Vergleich der beiden Unternehmen verstärken.



