Iran-Tanker soll US-Blockade mit 500.000 Barrel LPG umgangen haben

· VinciFi Redaktion

Iran-Tanker soll US-Blockade mit 500.000 Barrel LPG umgangen haben

Der Tanker SOGL soll laut der Organisation United Against Nuclear Iran (UANI) am 1. September mit rund 500.000 Barrel iranischem Flüssiggas die US-Blockade passiert und die Ladung später nach China gebracht haben. Der Fall deutet darauf hin, dass einzelne LPG-Lieferungen trotz des US-Drucks weiterlaufen könnten, während die Blockade iranische Rohölexporte stark bremst.**

UANI zufolge wurde der SOGL im August im iranischen Hafen Assaluyeh beladen. Anschließend soll der Tanker nach China weitergefahren sein und seine Ladung dort gelöscht haben. Die Angaben stützen sich auf eine monatelange Untersuchung und Beobachtungen vor Ort; die Passage durch die Blockade und die Ankunft in China schreibt UANI ihrer Nachverfolgung des Schiffs zu.

Die Route führt über einen wichtigen Offshore-Ankerplatz nahe Malaysia. Dort können Schiffe warten, Vorräte aufnehmen und Ladungen zwischen Tankern umladen. UANI zählt seit der Wiedereinsetzung der Blockade Mitte Juli neun kleinere Tanker, die mit iranischem Öl oder Flüssiggas die Beschränkungen umgangen haben sollen. Die Organisation sagt zugleich, dass die meisten Schiffe nicht durchgekommen seien.

Washington geht auch gegen die Tanker vor

Diese Gesamtmenge bezieht sich auf mehrere Transporte, nicht allein auf die jetzt beschriebene Fahrt.

Die US-Blockade zielt auf den Verkehr zu und von iranischen Häfen. Für die Energiemärkte ist der Unterschied zwischen Rohöl und Flüssiggas wichtig: Die von UANI geschilderte Fahrt wäre eine einzelne LPG-Lieferung, kein Beleg dafür, dass iranische Rohölexporte wieder anlaufen. Die Organisation erklärt, seit Wiedereinsetzung der Blockade sei kein iranischer Rohöltanker erfolgreich aus dem Golf von Oman ausgelaufen. Die US-Regierung beschreibt die Maßnahmen ebenfalls als Druckmittel gegen Irans maritime Exportwege.

Damit rücken neben dem Rohölhandel auch kleinere Gastanker und Umschlagplätze in Südostasien in den Fokus der Sanktionsdurchsetzung. Der SOGL-Fall zeigt, wie iranische Lieferungen nach Einschätzung von UANI trotz der Beschränkungen über solche Routen China erreichen können.

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