US-Ölbestände: API meldet kräftigen Lagerabbau

· VinciFi Redaktion

US-Ölbestände: API meldet kräftigen Lagerabbau

Die US-Rohöllagerbestände sanken laut API in einer Woche um 5,267 Mio. Barrel. Der Rückgang fiel deutlich stärker aus als der in den Daten angegebene Vergleichswert und könnte den Blick des Ölmarkts auf das verfügbare Angebot lenken.**

Auch die Produktbestände entwickelten sich unterschiedlich: Die Benzinvorräte stiegen um 1,427 Mio. Barrel, nach einem Plus von 2,39 Mio. in der Vorwoche. Bei Destillaten, zu denen unter anderem Diesel und Heizöl zählen, gingen die Lager um 1,192 Mio. Barrel zurück; zuvor waren sie um 0,38 Mio. Barrel gewachsen. Am wichtigen US-Lieferpunkt Cushing nahm der Bestand dagegen um 0,511 Mio. Barrel zu, nachdem er in der Vorwoche um 0,453 Mio. Barrel gefallen war.

Der Vergleichswert ist nicht die Analystenschätzung

Die API-Daten führen für Rohöl einen prognostizierten Aufbau von 2,1 Mio. Barrel auf. Eine separate Umfrage unter Analysten und Händlern sah vor Veröffentlichung hingegen einen leichten Rückgang um 200.000 Barrel voraus. Fünf der neun Befragten rechneten mit einem Lagerabbau, vier mit einem Aufbau. Der API-Wert übertraf damit sowohl den ausgewiesenen Vergleichswert als auch die Erwartungen dieser Umfrage deutlich.

Die API-Zahlen sind eine vorläufige Branchenerhebung. Für den Zeitraum bis zum 30. Oktober wird die US-Energiebehörde EIA am Mittwoch ihre wöchentlichen Bestandsdaten veröffentlichen. Ihr Bericht umfasst neben Lagerständen auch Angaben zu Raffinerien und zum Ölangebot. Die Regierungszahlen sind damit der nächste Vergleichspunkt für den Markt.

Die jüngste EIA-Erhebung hatte für die Woche bis zum 23. Oktober einen Rückgang der kommerziellen Rohölbestände um 1,9 Mio. Barrel auf 410,6 Mio. Barrel ausgewiesen. Diese Vorräte lagen laut dem damaligen Bericht 4 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt für diese Jahreszeit. Ein weiterer Rückgang könnte die Hinweise auf knappe Lagerbestände verstärken; ein abweichendes EIA-Ergebnis könnte das Bild dagegen verändern.

Die EIA soll ihre neuen Zahlen am Mittwoch um 10:30 Uhr US-Ostküstenzeit vorlegen. Erst dann liegen die offiziellen Regierungsdaten für die Woche vor.

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