Iran meldet zwei Tanker-Explosionen im Hormus
· VinciFi Redaktion

Irans Revolutionsgarden erklären, zwei Öltanker hätten im Hormus Minen getroffen; einer davon brenne. Neue Risiken auf der wichtigen Route könnten den Öl- und Gastransport sowie die Energiemärkte beeinflussen.**
Die Marine der Revolutionsgarden erklärte, die Tanker seien auf einer von Iran als nicht genehmigt bezeichneten Route unterwegs gewesen. Beide hätten ihre Navigations- und Identifikationssysteme ausgeschaltet und seien nach den Explosionen zum Stillstand gekommen. Bei einem der Schiffe handle es sich um einen Supertanker, der nach einer heftigen Explosion brenne.
Die Angaben zu den Minentreffern waren zunächst nicht unabhängig bestätigt. Separat dazu berichtete die britische Seesicherheitsstelle UKMTO von einem Notruf: Der Kapitän eines Handelsschiffs habe gemeldet, ein anderes Schiff sei im Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Die UKMTO-Angabe bestätigt nicht, dass es sich dabei um einen der von Iran genannten Tanker handelt.
Ein wichtiger Korridor für Öl und Flüssigerdgas
Die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman ist ein zentraler Transportweg für Energierohstoffe. Nach einer Analyse auf Basis von Schätzungen der US-Energieinformationsbehörde gingen 2024 rund 84 Prozent des durch die Meerenge verschifften Öls und 83 Prozent des Flüssigerdgases an asiatische Märkte. Sicherheitsprobleme auf dieser Route können daher auch Abnehmer und Händler in Asien betreffen. Wenn die Schifffahrt länger beeinträchtigt wird, könnte das den Transport von Öl und Gas erschweren.
Ölpreise reagieren auch auf Gespräche über Hormus
Am Montagmorgen lag Brent-Öl bei rund 108,5 US-Dollar je Barrel, etwa 2,8 Prozent unter dem Freitagsschluss. Der US-Ölpreis WTI fiel um 3 Prozent auf unter 100 US-Dollar je Barrel. Die Rückgänge erfolgten vor dem Hintergrund neuer Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Meerenge.
Parallel liefen Gespräche in Katar über einen Plan zur Wiederöffnung des Hormus. Damit stehen die Sicherheitsrisiken für die Schifffahrt und diplomatische Bemühungen um einen freien Transit gleichzeitig im Fokus des Ölmarkts.