Warsh erwartet sechs geldpolitische Fed-Termine 2028
· VinciFi Redaktion

Kevin Warsh erwartet für 2028 sechs Sitzungen des FOMC mit geldpolitischen Entscheidungen. Ein veränderter Rhythmus könnte beeinflussen, wie häufig die Fed ihren Kurs an neue Wirtschaftsdaten anpasst.**
Für den Herbst 2027 nannte Warsh weiterhin acht Treffen im Jahr. Bei einem davon soll es keine Abstimmung über den Leitzins geben; ein weiteres soll sich auf die Strategie konzentrieren. Zugleich sagte er, die Änderung des FOMC-Sitzungsplans sei beschlossen. Für 2028 erwartet er sechs Sitzungen mit geldpolitischen Entscheidungen. Damit unterscheidet er zwischen der Zahl der Zusammenkünfte und der Zahl der Termine, an denen der Ausschuss die Geldpolitik festlegt.
Der FOMC ist der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank. Dem Ausschuss gehören zwölf Mitglieder an, darunter die sieben Mitglieder des Gouverneursrats. Die übrigen Mitglieder kommen aus den regionalen Federal Reserve Banks.
Bei den Sitzungen bewertet der Ausschuss die Lage und legt den geldpolitischen Kurs fest. Eine Sitzung ohne Abstimmung über den Leitzins wäre weiterhin Teil des Sitzungsplans; Warsh beschrieb einen weiteren Termin mit Schwerpunkt auf der Strategie.
Ein Kalender mit weniger geldpolitisch entscheidenden Terminen könnte die Abstände zwischen Zinsbeschlüssen vergrößern. Dann könnten neue Konjunktur- und Inflationsdaten zwischen den Sitzungen stärker in die Erwartungen an den nächsten Schritt einfließen.