USTR schlägt China-Untersuchungspause bis Januar vor
· VinciFi Redaktion

Der US-Handelsbeauftragte schlägt vor, die Aussetzung der Section-301-Untersuchung zu Chinas maritimer, Logistik- und Schiffbaubranche bis zum 9. Januar 2027 fortzuführen. Das könnte auch für die Pause bei Gebühren für bestimmte China-bezogene Schiffe in US-Häfen wichtig sein.**
Die bisherige Aussetzung gilt seit dem 10. November 2025 für ein Jahr. Nach dem geltenden Zeitplan endet sie am 9. November 2026; ohne eine weitere Änderung würden die Gebühren am folgenden Tag wieder greifen. Die breitere Handelspause zwischen den USA und China soll dagegen bis zum 10. Januar 2027 laufen.
Die Abgaben stammen aus einer Untersuchung nach Section 301. Sie zielen auf Schiffe, die in China gebaut wurden, sowie auf bestimmte Schiffe mit chinesischen Eigentümern oder Betreibern. Für Reedereien, Charterer und Importeure kann das wichtig sein: Unternehmen kalkulieren Fahrten, deren Ankunft in US-Häfen nach dem bisherigen Ablaufdatum liegt. Eine Verlängerung der Pause könnte ihnen die Gebühren zunächst ersparen.
Die Gebührenregeln sehen je nach Fall unterschiedliche Bemessungsgrundlagen vor. Genannt werden Beträge von 18 US-Dollar je Nettotonne bis zu 120 US-Dollar je Container. Die Abgaben betreffen damit nicht nur chinesische Reedereien: Auch Schiffe mit China-Bezug können erfasst sein, wenn sie von einem mit China verbundenen Unternehmen betrieben oder besessen werden.
Der Vorschlag folgt auf eine Forderung aus der Branche. 209 US-amerikanische und bundesstaatliche Handelsverbände baten den USTR im September, die Aussetzung zu verlängern.
Der Zeitplan setzt die maritime Pause damit an die breitere Handelspause heran, die bis zum 10. Januar 2027 reichen soll. Für die Schifffahrt und Unternehmen entlang der Lieferketten bleibt zunächst der bisherige Stichtag entscheidend: Damit Gebühren ab dem 10. November ausbleiben, muss die formelle Änderung rechtzeitig vor dem Auslaufen der aktuellen Aussetzung greifen.