US-Verkäufe bestehender Häuser steigen um 1,5 %
· VinciFi Redaktion

Die Verkäufe bestehender Häuser in den USA legten im September um 1,5 Prozent zu und übertrafen damit die Prognose von minus 0,8 Prozent. Nach dem Rückgang im August ist das ein positiver Monatsimpuls für den US-Wohnungsmarkt.**
Im August waren die Verkäufe auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 3,98 Millionen Häusern gesunken, den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Im Jahresvergleich lagen sie 1,2 Prozent im Minus. Der September-Anstieg kehrt den Rückgang des Vormonats um, sagt aber für sich genommen noch nichts über die Entwicklung im Jahresvergleich aus.
Die Daten zu bereits unterschriebenen Kaufverträgen zeichneten zuvor ein verhalteneres Bild. Der NAR-Index für schwebende Hausverkäufe stieg im August gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, lag aber 4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Diese Verträge sind noch keine abgeschlossenen Verkäufe. Sie zeigen, wie sich die Nachfrage bei Kaufinteressenten entwickelt, bevor ein Geschäft abgeschlossen wird.
Die US-Immobilienmaklervereinigung NAR ordnete die höheren Hypothekenzinsen als Belastung für Käufer ein. Sie hielten Kaufinteressenten nicht vollständig vom Markt fern, sorgten aber auch nicht für einen Ansturm. Die Vertragsabschlüsse im August blieben laut NAR weitgehend stabil. Damit standen die leicht positiven Monatsdaten der schwebenden Verkäufe einem deutlichen Rückgang im Jahresvergleich gegenüber.
Für den Wohnungsmarkt ist der Unterschied zwischen unterschriebenen Verträgen und abgeschlossenen Käufen wichtig: Die September-Zahl zeigt eine Erholung bei den Transaktionen, während die August-Daten zur Nachfrage noch unter dem Vorjahresniveau lagen. Die Zinskosten können deshalb weiterhin ein Gegenwind für Käufer und die weitere Erholung sein. Zusammen ergibt sich ein gemischtes Bild: Die abgeschlossenen Verkäufe legten im September zu, die schwebenden Verkäufe lagen im August noch klar unter dem Vorjahreswert.