US-Industrie-PMI fällt im Oktober auf 54,9
· VinciFi Redaktion

Der finale S&P Global Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie sank im Oktober auf 54,9 Punkte. Er blieb damit unter Flash-Wert und Vorwert, liegt aber weiter über der Wachstumsschwelle von 50.**
Der vorläufige Oktoberwert hatte 56,0 Punkte erreicht. Die Flash-Auswertung lag damit über dem Septemberwert von 55,9 und über der damaligen Konsensschätzung von 55,5. Mit 56,0 war sie der höchste Stand seit Mai 2022. Die finale Zahl liegt nun 1,1 Punkte unter diesem Flash-Wert.
Ein PMI über 50 steht für eine Ausweitung der wirtschaftlichen Aktivität, ein Wert darunter für einen Rückgang. Die 54,9 zeigen daher weiterhin Wachstum in der US-Industrie, aber ein schwächeres Tempo als die vorläufige Zahl nahegelegt hatte. Der finale Vergleich nennt 56,0 als Vorwert. Die Flash-Auswertung führte für September dagegen 55,9 an.
Der Index setzt sich aus fünf Teilbereichen zusammen: neue Aufträge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten der Zulieferer und Rohstoffbestände. Die Gesamtzahl bündelt damit verschiedene Signale aus den Fabriken. Der Rückgang vom Flash-Wert bedeutet, dass die abschließende Einschätzung der Industriekonjunktur weniger stark ausfällt als zunächst angezeigt. Zugleich bleibt der Index oberhalb der Wachstumsschwelle. Für die Einschätzung der US-Wirtschaft kann das relevant sein, weil die Zahl Hinweise zur Entwicklung von Aufträgen, Produktion und Beschäftigung in der Industrie liefert.
Der S&P-Index ist nicht der einzige US-Indikator für das verarbeitende Gewerbe. Im US-Konjunkturkalender steht auch der ISM-Einkaufsmanagerindex für Oktober. Die dort aufgeführte Konsensschätzung beträgt 54,6 Punkte, nach einem Septemberwert von 54,5. Damit steht ein weiterer Datenpunkt zur Lage der US-Industrie an. Der ISM-Wert ergänzt den finalen S&P-Global-PMI um eine weitere Einschätzung der Fabrikaktivität im Oktober.