US-Indizes: Verkaufsüberhang bei der Eröffnungsauktion
· VinciFi Redaktion

Daten zu Market-on-Open-Aufträgen zeigten am Montag negative Imbalances für S&P 500, Nasdaq 100 und Dow 30. Das kann auf ein Übergewicht von Verkaufsaufträgen zur Eröffnung hindeuten, ist aber kein Signal für den Verlauf des ganzen Handelstags.**
Zum Wochenschluss hatten die US-Börsen nachgegeben: Der S&P 500 verlor am Freitag 1,82 Prozent, der Dow Jones Industrial Average 1,09 Prozent. Der Nasdaq Composite fiel um 2,86 Prozent. Damit trafen die negativen Eröffnungswerte auf ein bereits schwaches Marktumfeld, auch wenn sie selbst keine Tagesbilanz darstellen.
Die größten negativen Werte der am Montag veröffentlichten Übersicht entfielen auf die „Magnificent Seven“, also sieben große Technologiewerte, mit minus 98,8 Millionen. Für den Nasdaq 100 wurden minus 98,1 Millionen und für den Dow 30 minus 83,2 Millionen ausgewiesen. Beim S&P 500 lag der Wert bei minus 41,7 Millionen. Die Einheit hinter den Millionen-Angaben wird in der Übersicht nicht näher benannt; daraus lässt sich daher keine konkrete Summe in Dollar oder eine Zahl von Aktien ableiten.
MOO steht für „Market on Open“: Aufträge dieser Art sind für die Eröffnungsauktion bestimmt. Die New Yorker Börse führt solche Aufträge als eigenen Ordertyp auf und beschreibt, dass Informationen zu Ungleichgewichten in der Eröffnungsauktion veröffentlicht werden. Ein negatives Vorzeichen kann laut einer Erläuterung zu MOO-Daten auf mehr Verkaufs- als Kaufinteresse hindeuten. Es beschreibt jedoch eine Momentaufnahme der Auftragslage rund um die Eröffnung, nicht automatisch anhaltenden Verkaufsdruck.
Der Gegenpol war am frühen Morgen zunächst positiv: Um 8:06 Uhr New Yorker Zeit lagen S&P-500-Futures 0,33 Prozent und Nasdaq-100-Futures 0,62 Prozent im Plus. In dieser Woche könnten die Zwischenwahlen in den USA und weitere Unternehmenszahlen die Aufmerksamkeit der Märkte prägen. Die Imbalance-Werte allein belegen nicht, wie sich die Aktienindizes danach entwickelten.