Trump: US-Truppen rund um Iran stationiert
· VinciFi Redaktion

Donald Trump sagt, US-Streitkräfte seien in Gebieten rund um Iran stationiert. Die Aussage fällt, während Washington neue militärische Optionen prüft, und könnte die Ölpreise weiter nach oben treiben.**
Berichten zufolge hat Trump außerdem eine dritte Flugzeugträger-Kampfgruppe in den Nahen Osten beordert. Das würde die US-Militärpräsenz in der Region weiter verstärken. Am Donnerstag unterrichtete der Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, Trump im Weißen Haus über mögliche Einsätze gegen Iran. Er legte dem Präsidenten aktualisierte Einschätzungen zu Optionen für eine Wiederaufnahme von Angriffen vor.
Die militärischen Vorbereitungen sind noch keine Freigabe für einen Angriff. Pläne für mögliche weitere Schläge lagen nach einem Bericht bereits bei der Regierung; ob Trump eine davon genehmigt, entscheidet der Präsident. Eine erneute Offensive wäre daher ein eigener politischer Schritt und folgt nicht automatisch aus der Stationierung von Streitkräften.
Ölmarkt reagiert auf Eskalationsrisiken
Am Freitag stiegen Brent-Futures für Dezember zeitweise über 116 US-Dollar je Barrel. Der aktivere Januar-Kontrakt lag nahe 112 US-Dollar. Die Dezember-Kontrakte liefen an diesem Tag aus. Damit bewegten sich die beiden Liefertermine auf unterschiedlichen Preisniveaus, während der Markt die Gefahr neuer Kämpfe und möglicher Störungen der Energieversorgung einpreiste.
Die Lieferströme aus dem Golf hatten sich zugleich erholt. In der Woche bis zum 18. Oktober erreichten die Rohölausfuhren im Schnitt 24,6 Millionen Barrel pro Tag und lagen damit über dem Durchschnitt vor dem Krieg. Brent notierte dennoch auf dem höchsten Stand seit April und mehr als 60 Prozent über dem Niveau vor dem Krieg. Niedrige Lagerbestände und knappe Versorgung mit raffinierten Produkten trugen ebenfalls zu den Sorgen am Ölmarkt bei.
Für den Energiemarkt bleibt damit entscheidend, ob die militärische Lage den Transport durch die Straße von Hormus beeinträchtigt. Höhere Rohölpreise können den Inflationsdruck verstärken und den geldpolitischen Ausblick erschweren. Das betrifft besonders Branchen, deren Kosten stark von Energie und Transport abhängen.
Der nächste entscheidende Schritt liegt in Washington: Trump muss über die vorgelegten militärischen Optionen entscheiden. Eine neue Angriffskampagne wäre erst mit seiner Zustimmung möglich.