Trump erwartet weiter sinkende Ölpreise
· VinciFi Redaktion

US-Präsident Donald Trump erwartet weiter sinkende Ölpreise, weil die USA im Konflikt mit Iran die Oberhand gewännen. Er sagt zudem, Iran wolle einen Deal, der zustande kommen könne; die Diplomatie-Hoffnungen minderten am Montag die Sorge vor Lieferstörungen.**
Brent-Futures, der internationale Referenzkontrakt, sanken am Montag um 7,7 Prozent auf 104,66 US-Dollar je Barrel. Der US-Ölkontrakt WTI gab um 7,3 Prozent auf 96,50 US-Dollar je Barrel nach. Beide Notierungen beziehen sich auf denselben Handelszeitpunkt.
Der Rückgang hatte bereits früher am Tag eingesetzt. Brent fiel im frühen Handel um mehr als 6,5 Prozent auf 105,55 US-Dollar je Barrel. Das war der niedrigste Stand seit dem 16. Oktober. Die späteren Notierungen zeigen, dass die Verluste im Tagesverlauf anhielten.
Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte zwischen den USA und Iran trugen dazu bei, die Sorge vor möglichen Störungen der Ölversorgung zu mindern. Auch Aussichten auf eine Einigung zur Straße von Hormus bewegten den Markt. Brent dient als internationaler Maßstab, während WTI den US-Markt abbildet. Beide Kontrakte reagierten damit auf Erwartungen zur Versorgungslage und auf die Aussicht, dass der Konflikt diplomatisch beendet werden könnte.
Iranische Unterhändler führten mehrere Tage lang Gespräche mit katarischen Vermittlern. Ziel der Gespräche war ein Ende des Kriegs. Trumps Aussage, Iran wolle einen Deal und dieser könne zustande kommen, beschreibt eine Möglichkeit. Ein abgeschlossener Vertrag ist damit nicht verbunden. Für die Ölpreise ist entscheidend, ob die Gespräche die Sorgen um mögliche Lieferausfälle weiter mindern.
Neben der Diplomatie zählt auch das Angebot der Förderländer. Sieben OPEC+-Produzenten vereinbarten am Sonntag, ihre Förderziele für Dezember unverändert zu lassen. Die vereinbarten Ziele der Gruppe bleiben damit im kommenden Monat bestehen.