Marvell: 5,8 Mrd. Dollar bei bestimmten Ausstiegen
· VinciFi Redaktion

Marvells Vertrag zum Kauf von Lumentum sieht für bestimmte Ausstiegsfälle eine Gebühr von 5,8 Mrd. US-Dollar vor. Auch bei regulatorischen Hindernissen oder einer verpassten Frist kann eine Zahlung fällig werden, was den finanziellen Rahmen des 115-Mrd.-Dollar-Deals prägt.**
Die höchste im Vertrag genannte Zahlung müsste Marvell leisten, falls der Verwaltungsrat seine Unterstützung für den Zusammenschluss zurückzieht oder Marvell ein anderes Angebot verfolgt. Für bestimmte Fälle, in denen Behörden den Deal blockieren oder die Frist verstreicht, sind 3,2 Mrd. US-Dollar vorgesehen. Lumentum müsste Marvell in bestimmten Rücktrittsfällen 2,9 Mrd. US-Dollar zahlen.
Die Beträge gelten für unterschiedliche Auslöser und sind keine pauschale Zahlung bei jedem Abbruch. Die 5,8 Mrd. US-Dollar betreffen Fälle, in denen Marvell seine Unterstützung zurückzieht oder ein anderes Angebot verfolgt. Die 3,2 Mrd. US-Dollar sind an regulatorische Hindernisse oder eine nicht eingehaltene Frist geknüpft. Für Lumentum nennt der Vertrag eine eigene Zahlung von 2,9 Mrd. US-Dollar, falls das Unternehmen unter den festgelegten Bedingungen aussteigt.
Der Zusammenschluss wird mit 115 Mrd. US-Dollar bewertet. Marvell setzt damit auf das Geschäft mit KI-Rechenzentren, wie der Deal angekündigt wurde. Die Gebühren verteilen das finanzielle Risiko bestimmter Vertragsausgänge unterschiedlich auf die beiden Unternehmen. Für Anleger können sie deshalb ein Faktor sein, wenn sich die Aussichten auf einen Abschluss oder die möglichen Kosten eines Scheiterns verändern.
Als reguläre Frist für den Abschluss gilt der 1. November 2027. Wenn behördliche Genehmigungen noch ausstehen, kann sie bis zum 1. August 2028 verlängert werden. Damit bleibt der Zeitrahmen für den Zusammenschluss an die erforderlichen Genehmigungen gebunden.