Google-TPUs könnten in Oracle Cloud kommen
· VinciFi Redaktion

Oracle könnte Googles KI-Chips künftig über Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zugänglich machen. Damit bekäme Google einen möglichen zusätzlichen Vertriebsweg und Oracle könnte sein Angebot an KI-Rechenleistung erweitern.**
Oracle baut sein Angebot an KI-Hardware bereits mit Nvidia aus. Auf OCI sind Vera-Rubin-NVL72-Systeme und Vera-CPUs von Nvidia allgemein verfügbar; außerdem hat Oracle Rubin-NVL8-GPUs vorgestellt. Ein Zugang zu Google-TPUs würde neben diese Nvidia-Systeme treten.
Googles Tensor Processing Units, kurz TPUs, sind spezialisierte Chips für KI-Anwendungen. Google und Meta haben TorchTPU als quelloffene Unterstützung für PyTorch veröffentlicht. PyTorch ist ein verbreitetes Werkzeug, mit dem Entwickler KI-Anwendungen erstellen. Meta plant, größere Sprachmodell-Arbeitslasten mit TorchTPU auf Googles TPUs zu verlagern.
Auch Amazon arbeitet daran, seine KI-Chips für PyTorch-Anwendungen zugänglich zu machen. Das Unternehmen hat dafür TorchNeuron für seinen Trainium-Chip vorgestellt. Google und Amazon öffnen damit ihre Chip-Plattformen für Entwickler, die mit PyTorch arbeiten. Ein Zugang über OCI könnte Googles TPUs auch für Unternehmen interessant machen, die Oracles Cloud nutzen.
Oracle und Google kooperieren bereits bei Cloud-Datenbanken. Oracle erklärte bei einem Gespräch zu Quartalszahlen, dass seine Datenbankdienste in 14 Google-Cloud-Regionen verfügbar seien. Dabei laufen Oracle-Datenbankdienste in Googles Cloud-Umgebung. Ein Angebot von Google-TPUs über OCI würde die Zusammenarbeit auf KI-Rechenleistung ausweiten.
Für Oracle könnte der Zugang zu Googles Chips die Auswahl an KI-Hardware verbreitern. Google wiederum erhielte einen möglichen zusätzlichen Vertriebsweg für seine TPUs. Für Entwickler könnte die Verbindung von OCI und Googles Chips eine weitere Option neben Nvidia-Systemen schaffen.