Fed-Futures setzen auf weitere Zinsschritte bis 2027

· VinciFi Redaktion

Fed-Futures setzen auf weitere Zinsschritte bis 2027

Zinsfutures sehen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen deutlich höheren US-Leitzins bis Ende 2027. Das könnte Finanzierungskosten und Bewertungen belasten, falls die Erwartung anhält.**

Die US-Inflation lag im September bei 3,7 Prozent zum Vorjahr, nach 3,4 Prozent im August. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Damit fiel die Teuerung stärker aus als von Ökonomen erwartet.

Die Fed hatte ihren Zielkorridor im September um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4 Prozent angehoben. New York-Fed-Präsident John Williams hält eine weitere Erhöhung in diesem Jahr für angemessen, sieht aber derzeit keinen Grund für zusätzliche Zinsschritte 2027.

CME-FedWatch-Daten zufolge lag die Wahrscheinlichkeit am Dienstag bei rund 90 Prozent, dass der Leitzins Ende 2027 mindestens 0,5 Prozentpunkte über seinem damaligen Niveau liegt. Das signalisiert, dass Händler weitere Erhöhungen über den nächsten Zinsschritt hinaus einpreisen. Futures spiegeln Markterwartungen wider, keine Entscheidung der Fed.

Ein höherer Leitzins kann Kredite verteuern und die Bewertung von Anleihen und Aktien beeinflussen. Wie stark, hängt unter anderem davon ab, ob die Fed tatsächlich weiter erhöht und wie sich Inflation und Konjunktur entwickeln. Der jüngste Preisschub gibt der Debatte über den Zinspfad zusätzliche Bedeutung, entscheidet sie aber nicht allein.

Die nächste Fed-Sitzung steht Ende Oktober an; im Dezember kommt der Offenmarktausschuss erneut zusammen. Bis dahin dürften die Inflations- und Konjunkturdaten den Ausschlag dafür geben, ob sich die Markterwartungen halten.

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