Bristol Myers Squibb meldet für Iza-bren eine um 59 % geringere Gefahr
· VinciFi Redaktion

Bristol Myers Squibb meldet für Iza-bren eine um 59 % geringere Gefahr für Fortschreiten der Krankheit oder Tod bei HR-positivem, HER2-negativem Brustkrebs. Auch Ansprechrate und progressionsfreies Überleben fielen in der Phase-3-Studie besser aus als mit Chemotherapie.**
Die bestätigte Ansprechrate lag bei 40,5 % mit Iza-bren und bei 20,2 % mit Chemotherapie. Das Ansprechen hielt im Median 6,9 Monate an, gegenüber 4,2 Monaten in der Chemotherapie-Gruppe. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 8,2 Monate gegenüber 4,0 Monaten. Es misst die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Tod.
Die Teilnehmenden hatten mindestens eine vorherige Chemotherapie erhalten, die nicht erfolgreich war. 190 Personen erhielten Iza-bren, 193 eine Chemotherapie. Die Auswertung erfolgte durch eine verblindete unabhängige zentrale Prüfung (BICR).
Die Ergebnisse stammen aus einer vorab geplanten Zwischenanalyse. Zu diesem Zeitpunkt waren die Daten zum Gesamtüberleben noch nicht ausgereift. Iza-bren ist ein experimentelles Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das auf die Tumorziele EGFR und HER3 ausgerichtet ist. Behandlungsbedingte Nebenwirkungen ab Grad 3 waren überwiegend hämatologischer Art. 1,6 % der Patientinnen und Patienten brachen die Behandlung wegen behandlungsbedingter Nebenwirkungen ab; laut Bristol Myers Squibb und SystImmune wurden keine neuen Sicherheitssignale festgestellt.
Iza-bren wird auch bei anderen Krebsarten geprüft
Die Brustkrebsdaten ergänzen Ergebnisse aus der Phase-3-Studie PANKU-Breast02 bei dreifach negativem Brustkrebs. Bristol Myers Squibb teilte im Juni mit, dass Iza-bren in einer Zwischenanalyse dort beide primären Endpunkte, das progressionsfreie und das Gesamtüberleben, erreicht habe. Die Studien untersuchen unterschiedliche Brustkrebs-Untertypen und sind nicht direkt miteinander vergleichbar.
Außerhalb Chinas entwickeln SystImmune und Bristol Myers Squibb den Wirkstoff gemeinsam. Für Bristol Myers Squibb könnte Iza-bren damit ein weiterer Baustein der Onkologie-Pipeline werden, sofern die klinische Entwicklung und spätere Zulassungsverfahren erfolgreich verlaufen.
Der Late-Breaking-Vortrag zu den Ergebnissen war für den 23. Oktober beim ESMO-Kongress in Madrid angekündigt. Auch die Veröffentlichung im Fachjournal „The Lancet“ war für diesen Tag angekündigt. Der Kongress läuft bis zum 27. Oktober.


