Boeing: Softwareproblem bremst MAX-10-Zulassung
· VinciFi Redaktion

Ein Softwareproblem verzögert nach Aussage des Chefs der US-Luftfahrtbehörde FAA die Zulassung der Boeing 737 MAX 10. Wie lange die Verzögerung dauert, ist offen, was die Planung für Boeing und seine Kunden erschweren könnte.**
Was passiert ist
Die Boeing 737 MAX 10 bekommt ihre Zulassung später: Der FAA-Chef erklärte am 28. September, dass ein Softwareproblem den Abschluss des Verfahrens verzögern werde. Wie viel zusätzliche Zeit das kostet, konnte er nicht einschätzen.
Zugleich betonte er, dass Piloten beim Durchstarten trotz des Softwareproblems die Kontrolle über das Flugzeug behalten. Durchstarten bedeutet, einen Landeanflug abzubrechen und wieder zu steigen. Die Aussage zur Kontrolle durch die Piloten ändert damit nichts an der angekündigten Verzögerung der Zulassung.
Hintergrund
Die MAX 10 ist innerhalb der 737-MAX-Familie die Variante mit der größten Passagierkapazität. Boeing beschreibt sie als Modell für besonders nachfragestarke Strecken. Zur Flugzeugfamilie gehören außerdem die MAX 7, MAX 8 und MAX 9.
Boeing hebt auf seiner Produktseite die Gemeinsamkeiten der Varianten hervor: Eine einheitliche Flotte könne den Aufwand für Ersatzteile, Ausrüstung und Schulungen verringern. Das erklärt, weshalb die einzelnen Modelle Teil einer umfassenderen Flottenplanung von Fluggesellschaften sind.
Was das bedeuten kann
Eine spätere Zulassung könnte geplante Auslieferungen der MAX 10 und damit verbundene Einnahmen zeitlich verschieben. Auch Fluggesellschaften könnten ihre Kapazitätsplanung anpassen, falls sich die Einführung des Modells weiter nach hinten verschiebt.
Wenn du Boeing-Aktien hältst, könnte die Unsicherheit über den Zeitplan für deren Bewertung relevant sein. Die Aussage des FAA-Chefs erlaubt allerdings keine belastbare Einschätzung dazu, wie groß ein möglicher finanzieller Effekt ausfallen könnte.