Berichte: USA und Israel erwägen Iran-Angriffe nach Midterms
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge erwägen die USA und Israel nach den US-Zwischenwahlen am 3. November neue Angriffe auf Iran, falls die Gespräche scheitern. Ein Angriff ist nicht beschlossen; eine Eskalation könnte die Unsicherheit an den Ölmärkten und rund um die Straße von Hormus erhöhen.**
Die USA sollen mehreren arabischen Golfstaaten mitgeteilt haben, dass nach der Wahl ein kurzer, intensiver Militäreinsatz möglich sei. Donald Trump soll zu einer breiten Operation gegen Iran neigen; eine endgültige Entscheidung hat er noch nicht getroffen. Als mögliche Ziele werden die iranische Führung sowie Energie- und Nuklearanlagen genannt. Israelische Vertreter hätten eine gemeinsame Aktion davon abhängig gemacht, ob Trump den Schritt freigibt.
Den militärischen Überlegungen stehen laufende Vermittlungsversuche gegenüber. Regionale Vermittler bemühen sich, eine neue Konfrontation abzuwenden; bislang gibt es keinen Durchbruch. Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei sagte, Teheran habe den diplomatischen Weg nicht geschlossen und Nachrichten würden über Vermittler an Washington weitergegeben. Damit laufen diplomatische Kontakte parallel zu den berichteten militärischen Vorbereitungen.
Für den Ölmarkt ist die Straße von Hormus ein wichtiger Unsicherheitsfaktor. Die US-Energieinformationsbehörde EIA verzeichnete im zweiten Quartal 2026 starke Brent-Schwankungen: Der Preis erreichte am 29. April 118 US-Dollar je Barrel und sank bis zum 26. Juni auf 72 US-Dollar. Die Behörde führte die Bewegung auf Störungen der internationalen Öltransporte durch die Meerenge und Unsicherheit über ihre Wiederöffnung zurück. Nach einer Vereinbarung zwischen den USA und Iran am 18. Juni nahm der Schiffsverkehr durch Hormus wieder zu.
Am Mittwoch lag Brent bei 115,69 US-Dollar je Barrel, ein Plus von 1,6 Prozent. US-Öl der Sorte WTI stieg um 2,5 Prozent auf 102,42 US-Dollar. Die Preisbewegungen fielen mit Kämpfen im Jemen und einem Angriff auf eine saudische Raffinerie zusammen. Die Lage im Nahen Osten wirkt damit über mehrere Konfliktherde auf den Ölmarkt.
Die US-Zwischenwahlen finden am 3. November statt. Das berichtete Zeitfenster für einen möglichen Einsatz liegt danach, während regionale Vermittler weiter an einer diplomatischen Lösung arbeiten.