UK soll Spielautomaten-Abgabe auf 25 Prozent anheben
· VinciFi Redaktion

Großbritannien soll die Abgabe auf Spielautomaten von 20 auf 25 Prozent anheben. Höhere Kosten könnten Spielhallen und Wettanbieter mit stationären Automaten treffen, doch die genaue Ausgestaltung ist noch offen.**
Die Machine Games Duty wird auf Einnahmen aus Spielen an Automaten erhoben, etwa in Wettbüros, Casinos und Bingo-Hallen. Berichten zufolge soll der Satz um fünf Prozentpunkte steigen. Vor dem Haushalt am 28. Oktober wurde diese Höhe allerdings als erwartete Änderung beschrieben, nicht als bestätigter Beschluss. Die offizielle Sammlung der britischen Steuerunterlagen kündigte an, dass die Haushaltsdetails am 28. Oktober veröffentlicht werden.
Die Abgabe gilt nicht einheitlich für jedes Gerät: Die Sätze richten sich nach dem Maschinentyp. Ein Bericht des britischen Parlaments nennt bisherige Stufen von 5 bis 25 Prozent. Deshalb ist wichtig, welche Geräte und Einnahmen eine mögliche Änderung genau erfasst.
Für börsennotierte Betreiber mit stationärem Glücksspielgeschäft könnte eine höhere Belastung relevant sein. Entain betreibt unter anderem die Marken Ladbrokes und Coral. Wie stark eine veränderte Abgabe Entains Kosten oder Ergebnis beeinflussen würde, ist nicht beziffert.
Vor dem Haushalt hatten Branchenvertreter vor Folgen für Wettbüros und andere Glücksspielstätten gewarnt. Eine solche Belastung kann den Druck auf Standorte erhöhen, deren Ertrag bereits knapp ist; konkrete Auswirkungen einer Erhöhung auf 25 Prozent sind damit aber nicht belegt. Entscheidend sind nun die veröffentlichten Haushaltsunterlagen: Sie sollen klären, ob die Änderung beschlossen wurde und für welche Automaten sie gilt.