Trump lässt Iran-Entscheidung offen: Kein Zeitdruck
· VinciFi Redaktion

US-Präsident Donald Trump will sich mit einer Entscheidung über eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen Iran Zeit lassen. Damit bleiben sowohl eine weitere Eskalation als auch eine diplomatische Lösung möglich, was die Ölpreise und damit verbundene Märkte bewegen könnte.**
Trump sprach am Wochenende mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über das weitere Vorgehen gegenüber Iran. Netanjahu drängt nach Angaben von US-amerikanischen und israelischen Regierungsvertretern auf neue Militärschläge kurz nach den US-Zwischenwahlen. Trump hat nach diesen Berichten noch keine Entscheidung getroffen.
Diplomatie bleibt ein möglicher Weg
Trump sagte, die Gespräche zwischen Washington und Teheran kämen voran. Vermittelt werde über Katar. Zugleich erklärte er, die US-Regierung sei unsicher, wer in Iran die Entscheidungen treffe, und wolle nicht erneut hingehalten werden. Andere Berichte beschreiben ebenfalls Bemühungen um Gespräche: Iranische Unterhändler sprachen demnach in Katar über einen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus.
Damit stehen diplomatische Kontakte und Forderungen nach militärischem Vorgehen nebeneinander. Eine neue US-Entscheidung für Angriffe ist bislang nicht bekannt. Trumps Aussage, er habe keinen Zeitdruck, beschreibt seine Haltung, aber keinen festgelegten Zeitplan für die Gespräche oder für eine mögliche Entscheidung.
Ölmarkt reagiert auf Hoffnung auf Entspannung
Die Unsicherheit um den Konflikt wirkt sich auf die Erwartungen am Energiemarkt aus. Brent-Rohöl fiel am Montag zeitweise um mehr als 6,5 Prozent auf 105,55 US-Dollar je Barrel. Der Rückgang wurde mit Hoffnungen auf Fortschritte bei einem Ende des Kriegs in Verbindung gebracht. Hoffnungen auf eine Entspannung könnten die Ölpreise weiter beeinflussen; ein Wiederaufflammen der Kämpfe könnte die Sorge um die Versorgung dagegen erneut verstärken.
Die US-Zwischenwahlen finden am Dienstag statt. Danach richtet sich der Blick darauf, ob die diplomatischen Kontakte weitergehen und ob Trump seine Haltung zu einem möglichen Wiederbeginn der Angriffe ändert.