Takaichi zielt auf BoJ-Erlöse für Japans wirtschaftliche Sicherheit

· VinciFi Redaktion

Takaichi zielt auf BoJ-Erlöse für Japans wirtschaftliche Sicherheit

Japans Premierministerin Sanae Takaichi will Erlöse aus den schnelleren ETF-Verkäufen der Bank of Japan für zentrale Bereiche der wirtschaftlichen Sicherheit nutzen. Mögliche zusätzliche Zahlungen der Notenbank könnten damit auch bei der Planung des Staatshaushalts eine Rolle spielen.**

Ab Januar 2027 soll die Bank of Japan ETFs mit einem Buchwert von jährlich rund 860 Milliarden Yen verkaufen. Bislang lag der geplante Umfang bei rund 330 Milliarden Yen. Die Notenbank beschloss die Beschleunigung am 30. Oktober. Damit verkürzt sich die geschätzte Dauer, bis die Bestände vollständig abgebaut wären, von etwa 112 auf rund 43 Jahre. Diese 43 Jahre sind eine Schätzung und kein festgelegtes Enddatum.

Für den Staatshaushalt zählt nicht der Verkaufserlös als direkte Zahlung: Die Zentralbank überweist ihren jährlichen Überschuss nach Abzug von Dividenden und weiteren Ausgaben an den Staat. Höhere realisierte Gewinne aus Verkäufen könnten diesen Überschuss und damit die Überweisungen erhöhen. Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, ein Anstieg der ETF-Verkäufe werde voraussichtlich auch die Überschüsse und Zahlungen der Notenbank an den Staat steigern.

Mehr Aktienangebot, aber begrenzt am Handelsvolumen

Der schnellere Abbau bringt zusätzliche Aktien aus den ETFs an den Markt. Auf Basis des bisherigen Verhältnisses von Markt- zu Buchwert entspräche das nach einer Schätzung jährlichen Verkäufen zum Marktwert von rund 2,46 Billionen Yen. Das wären etwa 0,1 Prozent des Handelsvolumens, gegenüber rund 0,05 Prozent beim bisherigen Tempo. Der Gouverneur der Bank of Japan erklärte, die Notenbank halte die Auswirkungen auf den Markt für begrenzt. Für den japanischen Aktienmarkt bleibt der Plan dennoch ein langfristiger zusätzlicher Angebotsfaktor.

Takaichis Ziel trifft auf die Vorbereitung des Haushalts für das Fiskaljahr 2027. Am 2. November sagte Katayama, die Premierministerin habe eine höhere Genauigkeit und Transparenz bei Einnahmen- und Ausgabenschätzungen verlangt. Die Ergebnisse sollen in die kommende Haushaltsplanung einfließen.

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