Japans Barverdienste steigen im September um 4,6 %
· VinciFi Redaktion

Japans Barverdienste legten im September im Jahresvergleich um 4,6 % zu und übertrafen damit die Prognose von 3,8 %. Auch die inflationsbereinigten Einkommen wuchsen stärker als erwartet, was für Kaufkraft und Zinserwartungen relevant sein kann.**
Der Augustwert wurde auf ein Plus von 3,9 % revidiert. Zuvor war für den Monat ein Anstieg um 3,8 % gemeldet worden. Im September lag der Zuwachs damit über dem revidierten Vormonatswert und der Markterwartung.
Die realen Barverdienste, also die um Preisveränderungen bereinigten Einkommen, stiegen um 2,2 %. Erwartet worden waren 1,3 %. Für August wurde der Wert von 1,5 auf 1,6 % nach oben korrigiert. Damit fiel auch das reale Lohnplus höher aus als im Vormonat.
Bei den regelmäßigen Vollzeitlöhnen auf gleicher Vergleichsbasis betrug der Anstieg 3,1 %. Das lag über der Prognose von 3,0 % und dem revidierten Augustwert von 2,9 %. Auf Basis derselben erfassten Betriebe stiegen die Barverdienste um 4,4 %. Hier hatten Analysten mit 2,9 % gerechnet; im August waren es 2,8 % gewesen.
Die Bank of Japan hatte ihren Leitzins bei der Sitzung im September von 1,0 auf 1,25 % angehoben. In den Protokollen zu der Sitzung finden sich zudem mehrere Stimmen, die eine Fortsetzung der Zinserhöhungen in schnellerem Tempo erwogen. Die neuen Lohndaten kommen damit zu einer Zeit, in der die Notenbank bereits über weitere Zinsschritte diskutiert.
Steigende reale Einkommen können die Kaufkraft der Haushalte stützen. Zugleich können die Lohndaten die Einschätzung beeinflussen, wie sich Einkommen und Preise entwickeln und welcher Zinspfad für Japan angemessen ist. Für Anleger in japanischen Aktien und Staatsanleihen könnten veränderte Zinserwartungen über Bewertungen und Finanzierungskosten eine Rolle spielen.