Smartphone-Chips: MediaTek verliert, Apple gewinnt Anteil
· VinciFi Redaktion

Die weltweiten Auslieferungen von Smartphone-Prozessoren sanken im dritten Quartal um 21 Prozent zum Vorjahr. MediaTek und Qualcomm verloren Marktanteile, während Apple seinen ausbaute.**
Höhere Speicherpreise, längere Austauschzyklen und vorsichtige Lagerplanung bremsen den Markt. Counterpoint zufolge traf das vor allem Hersteller im mittleren und unteren Preissegment: Sie strichen günstigere Modelle, um ihre Margen zu schützen. Auch das Premiumsegment blieb nicht völlig verschont, hielt sich aber besser.
Die Marktanteile beziehen sich auf die weltweiten Auslieferungen von Smartphone-Systemchips, kurz SoCs. MediaTek blieb im dritten Quartal der größte Anbieter, fiel aber von 34 auf 28 Prozent. Qualcomm rutschte von 25 auf 22 Prozent. Apple kam auf 21 Prozent nach 17 Prozent im Vorjahresquartal. Ein größerer Anteil bedeutet dabei nicht automatisch mehr ausgelieferte Chips: Der Gesamtmarkt schrumpfte deutlich.
Qualcomm steht zusätzlich unter Druck, weil Samsung Electronics bei einigen Galaxy-S26-Modellen eigene Exynos-Chips einsetzt. Auch schwächere Verkäufe chinesischer Smartphone-Hersteller belasteten Qualcomm.
Schwache Nachfrage dürfte anhalten
Counterpoint erwartet, dass die weltweiten Smartphone-Chip-Auslieferungen 2026 um 20 Prozent zurückgehen. Für 2027 rechnet das Marktforschungsunternehmen mit einem weiteren Rückgang von 3 bis 4 Prozent. Damit könnte die schwache Nachfrage länger auf die Chipanbieter wirken als nur über ein einzelnes Quartal.
Steigende Komponentenpreise erschweren es Herstellern günstiger Smartphones, preiswerte Geräte mit ausreichender Marge anzubieten. Das könnte den Druck auf Chipanbieter verlängern, wenn die Hersteller weiter weniger günstige Modelle auf den Markt bringen. Counterpoints Prognose sieht für 2027 einen zusätzlichen Rückgang der weltweiten Smartphone-Chip-Auslieferungen voraus.



