OpenAI soll Pierre Computer übernehmen
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge plant OpenAI die Übernahme des Entwicklerwerkzeug-Start-ups Pierre Computer. Dessen Code-Speichertechnik soll in Codex einziehen und könnte den Wettbewerb mit Microsofts GitHub verschärfen.**
Die Technologie von Pierre Computer wird bereits in Codex eingesetzt. OpenAI plant dem Bericht zufolge, Pierres Code-Speicher Code Storage in die Programmierumgebung zu integrieren. Finanzielle Konditionen wurden nicht genannt. Die Open-Source-Projekte von Pierre sollen offen bleiben.
Pando soll mehr KI-Code bewältigen
Der geplante Zukauf fällt in eine Phase, in der OpenAI seine eigene Entwicklungsinfrastruktur ausbaut. Das Unternehmen hat Pando entwickelt und für seine interne Code-Verwaltung eingeführt. OpenAI zufolge senkte das neue Git-Backend die mittlere Wartezeit beim Hochladen von Code um nahezu 80 Prozent. Es verarbeitet täglich nahezu ein Petabyte an Git-Daten und bewältigte in einer Stunde mehr als 57 Terabyte an Git-Paketen.
OpenAI entwickelte Pando laut eigener Darstellung in zehn Wochen mit Codex. Das System unterstützt die Softwareentwicklung im zentralen internen Code-Repository des Unternehmens. Codex wird damit nicht nur als Werkzeug zum Schreiben von Code eingesetzt, sondern half auch beim Aufbau der Infrastruktur, die große Mengen an Entwicklungsarbeit bewältigen soll.
OpenAI baut sein Entwicklergeschäft aus
Pierre wäre nicht der erste Entwicklerwerkzeug-Anbieter, den OpenAI in sein Geschäft einbinden will. Im März kündigte das Unternehmen die Übernahme von Astral an, dessen quelloffene Python-Werkzeuge in das Codex-Ökosystem kommen sollen. Im Juni kündigte OpenAI außerdem den Kauf von Ona an. Dessen Cloud-Technologie soll lang laufende KI-Agenten in einer geschützten Umgebung unterstützen. OpenAI nannte damals mehr als fünf Millionen wöchentliche Codex-Nutzer.
Für Microsoft steht vor allem GitHub im Wettbewerb. OpenAI positioniert die geplante Integration von Code Storage als Schritt, der Codex näher an die Verwaltung von Programmcode rückt, während KI-Agenten mehr Programmieraufgaben übernehmen. Das könnte den Konkurrenzdruck auf Plattformen für Codeverwaltung und Entwicklerwerkzeuge erhöhen. Ob die Integration wie geplant umgesetzt wird, ist noch offen.


